Mit einem veränderten Führungsteam will die Projektgruppe die Erfolgsgeschichte für das Heimathaus in Tennenbronn fortführen.
Mit der Bildung einer Interessensgruppe im Jahr 2008 hatte Robert Hermann die Leitung für das Projekt Heimathaus übernommen und war im Folgejahr zum Vorsitzenden gewählt worden.
Aus den Vorstellungen und Wünschen von etwa 14 motivierten Personen ist in den vergangenen 15 Jahren längst eine feste Arbeitsgruppe im Museums- und Geschichtsverein Schramberg gewachsen.
Die Projektgruppe mit eigenen Jahresprogrammen, Vorträgen und Buchveröffentlichungen kann bei ihren Ausstellungen im Heimathaus mitten in Tennenbronn immer wieder viele Besucher begrüßen.
Vieles bewegt
Bei der Verabschiedung von Robert Hermann erinnerte sein Wegbegleiter Dieter Moosmann an einige herausragende Ereignisse in der Entwicklung der Projektgruppe. Von der Gebäudesanierung des ehemaligen Kindergartens und der Entwicklung eines Museumskonzepts für die Dauerausstellung der meist privat gesammelten und oft historisch wertvollen Ausstellungsstücke wurde von der Gruppe geplant, organisiert und mit Hammer und Hobel umgesetzt.
Auch die Finanzierung mit Mitteln der Stadt und überwiegend von Sponsoren war eine Mammutaufgabe des Vorstands und der aktiven Mitglieder. So wurden Aktionen, wie „Holz bewegt uns“ 2012, der Bau eines Dorfmodells von 1901 mit örtlichen Schülern oder die Dokumentation der Eingemeindung „Ein Dorf in Aufruhr“ zu großen Erfolgen, wie auch der Verkauf von über 600 Büchern zum Nationalsozialismus in Tennenbronn. Sieben weitere Bücher, wie 2022 das Jubiläumsbuch „100 Jahre seit dem Zusammenschluss“ gerieten zu Bestsellern.
Cego fördert Zusammenhalt
Über 14 000 Besucher konnte die Gruppe seit 2008 bei den vielen Ausstellungen im Heimathaus begrüßen, oft auch auswärtige Gäste. Die seit 2019 angebotenen Übungsabende für das regionale Kartenspiel Cego förderte den Zusammenhalt im Ort und diente auch dem Erhalt eines regionalen Kulturguts.
Als Ideengeber und Organisator übernahm Robert Hermann meist die Moderation von Veranstaltungen der Projektgruppe Heimathaus, konnte aber auch durch geschicktes Delegieren die Motivation der Mitglieder anregen. Auch deshalb sei der Zusammenhalt in der Gruppe mit inzwischen 73 Mitgliedern sehr groß und freundschaftlich.
Für das unermüdliche Engagement schenkten die Mitglieder ihm und seiner Frau Sonja einen Besuch im Gärtnerplatztheater in München. Als erster Ehrenvorsitzender wurde Robert Hermann mit großem Beifall aus seinem Amt verabschiedet und übergab die Sitzungsglocke an Alfred Moosmann.
Nach 15 Jahren als Kassenverwalter wurde auch Josef Broghammer verabschiedet. Bei den Wahlen wurden Museumsverwalter Dieter Moosmann und Peter Weißer für die Finanzen auf zwei Jahre gewählt; als Repräsentant Alfred Moosmann und als Archivar Martin Grießhaber für drei Jahre.