Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

VS spurt Loipen nicht Langläufer gucken in die Röhre

Von
Die Langlauf-Romantik in VS, wie hier auf einem Archiv-Bild, fällt vorerst aus. Foto: Eich

Der Winter ist nun endgültig in der Doppelstadt angekommen. Während es auf den Straßen teilweise zu Problemen kam, gucken Langläufer in die Röhre. Denn die Stadt hat bekannt gegeben, die Loipen aufgrund der Coronasituation vorerst nicht zu spuren. Wie die Reaktionen auf diese Entscheidung sind und wie sich die Situation auf den Straßen gestaltete, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Villingen-Schwenningen - Die Freude der Wintersportler, als am späten Sonntagabend erste dicke Flocken den neuerlichen Wintereinbruch in der Doppelstadt angekündigt haben, dürfte groß gewesen sein – doch wer voller Vorfreude schon seine Langlaufski gewachst hat, der dürfte am Montagnachmittag seinen Augen nicht getraut haben.

Gerade, als erneut Schneefall einsetzte, informierte die Stadtverwaltung in einer kurzen Pressemitteilung darüber, dass Langläufer in VS vorerst in die Röhre schauen werden. So heißt es wörtlich: "Die Stadt Villingen-Schwenningen wird in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie keine Loipen anlegen, auch wenn die Schneelage dies ermöglichen würde." Grund sei demnach "die Befürchtung, dass Abstands- und Hygienevorschriften nicht eingehalten werden könnten".

Gebühr für Loipenbändel wird zurückerstattet

Die Gebühr für das Loipenbändel könne zurückerstattet werden, "sollte sich im Laufe des Winters eine andere Bewertung des Risikos ergeben, wird die Stadt entsprechend informieren".

Aktuelle Informationen zur Corona-Lage in unserem Newsblog

Die Reaktionen auf diese Nachricht lassen nicht lange auf sich warten. Auf der Facebook-Seite des Schwarzwälder Boten wird im zynischen Unterton gefragt, ob denn auch die Spazierwege und Schlittenberge gesperrt werden. Die Lösung sei demnach nicht, die Loipen nicht zu spuren, sondern das Loipennetz auszuweiten, um Andrang zu vermeiden.

Gänzlich überrascht von dieser Information der Stadt wurde der Ski-Club Villingen. Vorstand Albert Simon erfuhr erst von unserer Redaktion, dass erst mal keine Loipen gespurt werden – eine Einschätzung der Lage wagte er noch nicht. "Ich muss mich hier erst mal mit den anderen Vorständen austauschen", erklärt er.

Eine Anfrage unserer Zeitung bei der Pressestelle der Stadtverwaltung blieb indes unbeantwortet – weder telefonisch noch per Mail war diese aufgrund des Winterurlaubs bis zum 4. Januar für Rückfragen erreichbar. Offen blieb deshalb die Frage, ob die Stadtverwaltung angesichts dieser Ankündigung auch in weiteren Bereichen verstärkt Kontrollen durchführen möchte.

Denn an die Rodelhänge der Stadt strömten am Montagnachmittag viele Familie, um den neuerlichen Schneefall auf der Piste zu genießen. Ausgelassen sausten die Kinder unter anderem am Warenberg die Hänge herunter oder bauten Schneemänner. Bedrückte Pandemie-Stimmung war hier zumindest für einige Stunden nicht wahrnehmbar.

Im wahrsten Sinne eiskalt erwischt wurden die Autofahrer am frühen Morgen rund um Villingen-Schwenningen. So kam es – obwohl der Berufsverkehr derzeit deutlich reduziert sein dürfte – nach Angaben der Polizei gleich zu mehreren Verkehrsunfällen und sogar einer Streckensperrung.

Wie die Beamten berichten, ereignete sich der erste Verkehrsunfall gegen 7 Uhr. Zu dieser Zeit bog eine 42-jährige Opel-Fahrerin in Villingen von der Goldenbühlstraße in die Vockenhauser Straße ab. Auf der schneebedeckten Fahrbahn verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug, kam geradeaus von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Betonpfeiler. Mit dem Rettungswagen wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Opel, an dem wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 3000 Euro entstand, musste abgeschleppt werden.

Zusammenstoß mit Räumdienst

Zu einem Zusammenstoß mit dem Räumdienst kam es – ebenfalls in Villingen – auf der Berliner Straße. Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf schneebedecker Fahrbahn verlor ein Autofahrer nach Angaben der Polizei beim Abbiegen auf die Kreisstraße in Richtung Nordstetten die Kontrolle über seinen Wagen. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Schneepflug. Keiner der Verkehrsteilnehmer wurde verletzt, es entstand jedoch Sachschaden von rund 9000 Euro. Der nicht mehr fahrbereite Pkw musste abgeschleppt werden.

Auf der B 27 sah sich die Polizei gegen 7.30 Uhr außerdem gezwungen den Abschnitt zwischen den Abfahrten Mühlhausen und dem Messegelände Schwenningen zu sperren. Zuvor waren dort mehrere Fahrzeuge steckengeblieben, wodurch sich der Verkehr über mehrere Kilometer staute. Da die Räumungsdienste ausgelastet waren und der Abschnitt nicht sofort abgestreut werden konnte, blieb eine Fahrspur für rund eine Stunde dicht. Der Verkehr wurde an der Abfahrt Ost über das Stadtgebiet umgeleitet. Nachdem die Streudienste vor Ort waren, löste sich der Stau langsam wieder auf, sodass die Fahrbahn laut Angaben der Polizei gegen 9 Uhr wieder freigegeben werden konnte. Auch auf der B 33 in Villingen stockte am Morgen immer wieder der Verkehr. Auch hier entspannte sich die Lage, nachdem der Räumdienst für schneefreie Straßen sorgte.

Fotostrecke
Artikel bewerten
3
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.