Mobiliar aus den 70ern, bröckelnde Decken, Stolperfallen: Jetzt kommen am Villinger Gymnasium am Romäusring Aula und Fachräume endlich auf den Stand der Zeit.
Sanierung, Ertüchtigung, Umbau – seit neun Jahren ist all das im Gymnasium am Romäusring an der Tagesordnung.
Schluss ist damit aber noch lange nicht. Als nächstes sind nun die Aula, die auch als Musikraum dient, und zwei letzte Fachräume im Dachgeschoss dran.
Die für deren Sanierung notwendigen Projektbeschlüsse haben in dieser Woche zunächst der Technische Ausschuss und dann auch noch der Verwaltungs- und Kulturausschuss des Gemeinderats von Villingen-Schwenningen gefasst.
„Die ganze Schulgemeinschaft wartet darauf”, bekräftigte Katharina Hirt (CDU) am Mittwochabend im Verwaltungs- und Kulturausschuss. Sie und ihre Fraktion stimmten ebenso einhellig zu wie alle anderen Ausschussmitglieder auch.
„Maximal dringend“
Veronika Bastian (FWV) nannte das „eine Selbstverständlichkeit”. Ulrike Merkle (Grüne) meinte: „Die Schule verdient es, saniert zu werden.” Und Oberbürgermeister Jürgen Roth erinnerte daran, dass die Ratsmitglieder ja auch schon mal bei einem Termin vor Ort gesehen hätten, dass die Maßnahmen „maximal dringend“ seien.
In den vergangenen Jahren wurde an der Schule erst der Ganztagsbereich eingerichtet, dann wurden die Räume der Schulverwaltung und fünf Fachräume für den Naturwissenschaftsunterricht umgebaut.
Einrichtung aus den 70ern
In dem nun beschlossenen nächsten Schritt sollen zum einen der Bio-und Chemiefachraum saniert und umgebaut werden. Das Mobiliar hier stamme teilweise aus den 1970er-Jahren, hatte die Verwaltung erläutert, warum der Schritt notwendig sei. Verglichen mit aktuellen Standards sei die Ausstattung unzureichend, veraltet und nicht selten defekt. Der Austausch sei „angezeigt“.
Brandschutz zentrales Thema
Zum anderen soll die Aula, die als Versammlungsstätte dient, samt ihrer Nebenräume vollständig saniert und brandschutztechnisch ertüchtigt werden. „Insbesondere die Brandabschottungen zu den angrenzenden Bereichen und zu den Obergeschossen machen eine grundsätzliche Sanierung notwendig“, wurde erklärt.
Diese Maßnahme war demnach schon im Zusammenhang mit der Einrichtung des Ganztagsbereichs im Jahr 2014 vorgesehen, musste aber immer wieder zurückgestellt werden, weil das Geld fehlte.
Zudem muss das Parkett geschliffen werden, weil Stolpergefahr herrscht. Herunterhängende Decke sollen erneuert und eine defekte Mobiltrennwand ausgetauscht werden. Weitere Posten sind die Erneuerung der Lüftungsanlage und die Sanierung der elektrotechnischen Anlagen.
700 000 Euro hat man dafür noch im aktuellen Haushalt zur Verfügung, die in den nächsten übertragen werden, um so abgerufen werden zu können, wenn man sie benötigt. Für die Sanierungsmaßnahmen wurden seitens des Regierungspräsidiums Freiburg insgesamt 339 000 Euro Fördermittel bewilligt.
Im November soll die Aula fertig sein
Der Zeitplan für die Sanierung der Aula sieht jetzt so aus, dass die Räume ab Juli entkernt werden sollen. Im September und Oktober werden Vorwände und Decken saniert und Technische Anlagen, Möbel und Küche eingebaut. Die Fertigstellung wird für November angepeilt.
Noch nicht in diesem Sanierungspaket sind die Fenster enthalten. Hierzu hatte Kathrin Piazolo (FDP) im Ausschuss noch einmal explizit nachgefragt. Der Einbau neuer Fenster wäre dann ein weiterer Schritt, der wieder gesondert einzuplanen wäre und den man bei der Verwaltung auch auf der Liste hat.