Die beiden Moderatorinnen Julia Mehr-Kun (hinten links) und Vanessa Kardinal freuen sich mit der Siegerband „Kleinstadt“: Schlagzeuger Karl Groß (von links), Gitarrist Timo Klein, Gitarrist Johannes Roll, Bassist Fabio Raab, Sänger Quentin Sawall. Foto: Rainer Bombardi

Vergangenes Wochenende ging die Neuauflage des VS Music Contest in der Schwenninger Neckarhalle über die Bühne. Und das nicht gänzlich unerfolgreich, wie die Veranstalter des Abends resümierten. Für fünf junge Männer nahm der Abend dann einen ganz besonderen Verlauf.

Am Samstag stieg im Foyer der Neckarhalle das Finale des VS Music Contest 2023. Für den überregionalen Bandwettbewerb war es bereits das 24. Mal, wobei es in den vergangenen Jahren aufgrund der Pandemie still um ihn wurde.

 

Das musikalische Live-Event, das Künstler und junge Bands „von der Garage auf die Bühne bringen soll“, wie es im Vorfeld geheißen hat, schlug in der diesjährigen Ausgabe neue Wege ein. Der Erfolg ließ nach Aussagen der Organisatoren, dem Verein VS Music Contest, nicht lange auf sich warten: „Wir trafen während den Vorbereitungen und der Durchführung durchweg auf zuvorkommendes städtisches Personal und haben im Foyer eine ideale Örtlichkeit für unseren Bandwettbewerb gefunden“, resümierte Nick Wernick, der gemeinsam mit Julia Mehr-Kun und Vanessa Kardinal den Vereinsvorsitz innehat.

Die Vorbereitungen für diesen Abend liefen im Vorfeld auf Hochtouren: Aus mehreren Dutzend Bewerbungen von Newcomerbands und erfahrenen Gruppen, deren Hauptteil des Repertoires auf Eigenkompositionen und Arrangements beruht, wählte eine Fachjury drei für das Finale aus. Im Gegensatz zu früheren Ausgaben verzichteten die Organisatoren auf die Vorentscheide und das Halbfinale. „Die vielen Vorentscheide sind lästig geworden, das Interesse schwand zusehends“, erläuterte Wernick.

Ein emotionsgeladener Abend von Anfang an

Und auch die Vorband, also das „Warm-Up“ für diesen Abend war neu. Es war 19 Uhr, als mit den „Hookers & Covers“ eine Fünf-Mann-Formation die Stimmung anheizte. Vanessa Kardinal und Julia Mehr-Kun hatten zuvor die ersten Gäste begrüßt, während die anderen Helfer des VS Music Contest-Teams im Kassenbereich, im Getränkeverkauf oder dem Fanartikelverkauf beschäftigt waren. Jeder hatte seine Aufgabe.

Als die erste Band, Blacktory aus Berching, einem Ort hinter Nürnberg, den Contest eröffnete, ging es auf Anhieb emotionsgeladen zur Sache. Zwischenzeitlich hatten sich etliche Zuhörer im Foyer der Neckarhalle eingefunden, die begeistert den Auftritten der Musiker folgten.

Jungs aus Herrenberg gehen als Sieger hervor

Ein Hauch Regionalkolorit verbreitete die Immendinger Band Fritten und mein Mädchen, die in ihrem Stil zwischen coolen Sounds und schlagerähnlichen Liedern das Publikum fesselten. Die Dritten im Bunde waren die späteren Sieger „Kleinstadt“ für deren Bandnamen es gilt: „Nomen est omen.“

Die fünf Herrenberger Jungs – Schlagzeuger Karl Groß, Gitarrist Timo Klein , Bassgitarrist Fabio Raab, Sänger Quentin Sawall und Gitarrist Johannes Roll – fetzten mit ihrem Auftritt zwischen Rock, Pop, Indie und Punk über die Bühne und heimsten sich hierfür ein Preisgeld von 1000 Euro ein. „Die Bewertung durch die Fachjury führte zu einem äußerst knappen Sieg für Kleinstadt“, bemerkte Julia Mehr-Sun, die sich sehr gut vorstellen kann, dass der VS Music Contest im kommenden Jahr wieder in derselben Location stattfindet. „Der neu strukturierte Bandwettbewerb ist an seinem jetzigen Standort auf alle Fälle ausbaufähig“, ergänzte Vanessa Kardinal.