Die Milliardengrenze knackte die VR-Bank Dornstetten-Horb beim Gesamtkundenvolumen. Foto: Skolimowska/dpa

Die Milliardengrenze hat die VR-Bank Dornstetten-Horb beim Gesamtkundenvolumen 2020 geknackt. Und dieses Jahr setzt sich der Trend fort, hieß es bei der Vertreterversammlung.

Die Milliardengrenze hat die VR-Bank Dornstetten-Horb beim Gesamtkundenvolumen 2020 geknackt. Und dieses Jahr setzt sich der Trend fort, hieß es bei der Vertreterversammlung.

Wie schon im Vorjahr hielt die VR-Bank Dornstetten-Horb ihre Vertreterversammlung in virtueller Form ab. Dabei stimmten die 45 eingeloggten Teilnehmer einer Dividende von vier Prozent zu und bestätigten die Aufsichtsratsmitglieder Friedrich Bürkle, Thomas Fischer, Jochen Grözinger und Martin Söllner in ihren Ämtern. Durch die Versammlung führte Aufsichtsratsvorsitzender Michael Mania, zur Bank informierte Vorstandsvorsitzender Gottfried Joos.

Wegen Zinspolitik schwer unter Beschuss

Das traditionelle Geschäftsmodell der Banken sei schwer unter Beschuss. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe die Zinsen so weit gedrückt, dass viele andere Banken bereits so genannte Verwahrentgelte für Einlagen verlangen, sagte Joos. Wenn es so weitergehe, sei man ebenfalls gezwungen, diesen Weg zu gehen, warnte er.

Beim Gesamtkundenvolumen wurde 2020 die Milliardengrenze geknackt – es stieg von 966 Millionen Euro um 67 Millionen Euro auf 1,033 Milliarden Euro. Und der Trend setzte sich im ersten Halbjahr auf 1,061 Milliarden Euro fort.

Wohl wegen Corona sei weniger ausgegeben und mehr gespart worden – die Einlagen stiegen stark und das bilanzielle Einlagevolumen der Kunden erhöhte sich 2020 um 54 Millionen Euro auf 467 Millionen Euro, so Joos. Das bilanzielle Kreditgeschäft stieg 2020 um 23 Millionen Euro auf 282 Millionen Euro an. Der Trend hielt im ersten Halbjahr 2021 an. Da wurden 295 Millionen Euro verzeichnet. Trotzdem gehen die Erträge zurück.

Wie schon seit Jahren sprach Joos den sinkenden Zinsüberschuss an und verwies darauf, dass das Betriebsergebnis trotz niedriger Kosten unter der rückläufigen Zinsspanne leide, betonte jedoch: "Die Bank ist gesund." Er verwies auf die gute Eigenkapitalausstattung. So wurden die Rücklagen um eine Million auf 35 Millionen Euro und auch der Fonds für allgemeine Bankrisiken auf 18,8 Millionen Euro (Vorjahr: 17,5 Millionen Euro) erhöht.

Ertragslage ist "noch zufriedenstellend"

Den Bericht zum Aufsichtsrat und die Zusammenfassung der gesetzlichen Prüfung verlas Michael Mania. In den zusammenfassenden Schlussbemerkungen des Genossenschaftsberichts ist unter anderem auch vermerkt, dass die Bank für dieses Jahr und die Folgejahre wegen des geringeren Zinsüberschusses mit weiter rückläufiger Ertragslage rechne. Die Ertragslage der Bank für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde aber als noch zufriedenstellend beurteilt.

Da für 2019 aufgrund der Empfehlung der Bankenaufsicht keine Dividende ausgeschüttet wurde, floss damals ein Teil des Ergebnisses in den Gewinnvortrag für 2020, sodass die Ausschüttung dieses Jahr aus dem Ergebnis 2020 und dem Gewinnvortragvortrag aus 2019 erfolgt. So wurde eine Dividende von vier Prozent ausgezahlt.

Der Verwendung des Jahresüberschusses (1,048 Milliarden Euro) und dem Bilanzgewinn in den der Gewinnvortrag von 2019 mit einfloss (1,2 Milliarden Euro) wie auch der Zahlung dieser vier Prozent Dividende (205 284 Euro) stimmten die Vertreter zu. Die Entlastung der Vorstände Gottfried Joos, Stefan Greza, Harald Queisser und Burkhard Hellstern wie auch der gesamten Aufsichtsräte führte Bürgermeister Bernhard Haas herbei.