Vortragende und Veranstalter (v.l.): Gast Dieter Berger, Carl Baier, Berkana Leo, Michael Romahn Foto: Wolfgang Grether

Berkana Leo, Künstler und Moderator, bringt im Hofgut Leo in Gresgen Menschen auf der Vortragsbühne zusammen und ermuntert zum Dialog mit und im Publikum.

So schaffte Berkana Leo bei der vierten Vortragsveranstaltung seiner Reihe „RebeLEOn“ im Hofgut Leo, dem ehemaligen Hotel des Dorfes Gresgen, eine Plattform, die Einblicke in Persönliches erlaubte und Weitblick für Zusammenhänge bot.

 

Mit einem nachdenklichen Einstieg lenkte er zum Themenkreis hin, der einen Bogen von Nerven über Bäume bis zur Spiritualität spannte. Nachdenklich stimmten insbesondere seine Wort zu Beginn: „Man kann Probleme nicht durch die Art des Denkens lösen, mit der sie entstanden sind.“

Kraftvoll stieg der erste Vortragende Michael Romahn in seinen Vortrag ein. Seine Kernaussage: „Leben möchte sich entwickeln, dazu braucht es im Tun immer Bündelung, Ordnung, Hierarchie und Effizienz.“ Die Ausbildung zum Ich dauere aus seiner Sicht drei Jahre. Bereits sehr kleine Kinder würden sich aber über die Intensität und Frequenz des Schreiens Mechanismen entwickeln, um Aufmerksamkeit zu erregen oder bei Erfolglosigkeit die Einsicht, mit dem Schreien aufzuhören.

Die Überleitung zum nächsten Vortrag schuf der Psychotherapeut und Feldenkrais-Anhänger durch eine Nervenanalyse mit der Feststellung: Die kleinste Einheit der Nerven zeigt das gleiche Bild wie ein Baum. Baum: Das war zugleich auch das Stichwort für den Holzfachwirt und ehemaligen Holzvermarkter Carl Baier. Er, der nach eigener Aussage Tausende Bäume gefällt hat und damit im eigenen Betrieb Geld verdient hat, sei über die Geschichte seines Lebens zu einem „Freund“ der Bäume geworden. Sie geben ihm Kraft und Beruhigung, rufen nach ihm und verzeihen, schilderte er seine Erfahrungen. Wurzeln seien Nerven, die weit verzweigt die Wirkung von Bäumen spüren lassen und Bäume hätten ein Kraftfeld das nach Menschen rufe, wusste er zu berichten.

Interessant war auch die anschließende Diskussion. Dieter Berger, Freund der Baumkulturen, bekannte seine tiefe Zuneigung zur Natur und rückte über aussagekräftige Bilder die Wirkung der Baumwelt in das Bewusstsein der Gäste, die gebannt zuhörten.