Diplom-Pädagoge Detlef Träbert gab Tipps, wie Eltern mit Kindern über den Krieg in der Ukraine sprechen können. Foto: Botzenhart

Diplom-Pädagogen Detlef Träbert gab anlässlich eines Elternabends in der Schlichem Tipps, wie Eltern ihren Kindern erklären können, was in der Ukraine passiert.

Epfendorf - Im Anschluss an den Elternabend aller Klassen lud das Kollegium der Epfendorfer Schlichemklammschule mit der großzügigen finanziellen Unterstützung von ImpulsE zum Vortrag des Diplom-Pädagogen Detlef Träbert in die Gemeindehalle ein. "Warum ist da Krieg? Wie wir auf Kinderfragen antworten können", war das Thema des Abends, und die Ausführungen des Redners hätte definitiv mehr Zuhörer verdient gehabt. Zu Beginn stand jedoch ein Bericht einer Frau aus der Ukraine auf dem Programm.

Augenzeugin berichtet

Olga erzählte von ihrem Leben in Donezk, das abrupt mit der Flucht nach Kiew endete – und wie sie auch von dort fliehen musste, weil es nicht mehr sicher war. Sie berichtete von ihrer Ankunft mit ihren Kindern in Epfendorf und bedankte sich, sichtlich gerührt für die warmherzige Aufnahme, für die Unterstützung und für die Möglichkeit, bei der Veranstaltung zu sprechen. "Es gibt keine Worte, unsere Dankbarkeit auszudrücken", sagte sie am Ende ihrer Ausführungen.

Dialog auf Augenhöhe

Dann begann Detlef Träbert, vielfacher Buchautor und Diplom-Pädagoge mit seinem Vortrag. Er erklärte, dass es weder hilfreich ist, die Kriegssituation zu verharmlosen, noch seine eigene Unsicherheit und Angst zu verheimlichen. Lieber mit dem Kind in den Dialog kommen und in kindgerechter Sprache versuchen, über diese von Menschen gemachte Katastrophe zu reden. Hilfreiche Tipps und Hinweise auf für Kinder zurechtgeschnittene Internetseiten zum Thema wurden von den Zuhörern gerne angenommen und die Handreichungen, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, wurden gerne mitgenommen. Auch der Bücher- und Spieletisch fand großes Interesse.

Nachdem im Anschluss an den offiziellen Teil noch einige gute Gespräche stattgefunden hatten, packten die Gäste spontan mit an und in kürzester Zeit war die Halle abgestuhlt und aufgeräumt. Ein schönes Zeichen der Gemeinschaft und Ausdruck dafür, dass gemeinsam viel geschafft werden kann.