Ein Vortrag von Johanna Rost und ein Film von Herbert Meyer würdigten jüngst das Leben von Dr. Moritz Mayer.
Landgerichtsrat, Kriegsfreiwilliger und sonderbarer Naturheilkundler, der schlussendlich am 7. September 1942 von den Nationalsozialisten in Mauthausen ermordet wurde. Im Gedenken an den in der Stadt einst als „Bockmayer“ bekannten, jüdisch gläubigen Dr. Moritz Meyer gab es in der Alten Synagoge eine Filmvorführung mit Vortrag.
Als Narr und Sonderling wurde Dr. Moritz Mayer angesehen, aber: wer war dieser Mann, der so etwas wie ein „Guru der Naturheilkunde“ galt?
Fiktiver Briefwechsel im Film dargestellt
Nach der Begrüßung der Gäste im ehemaligen Sakralraum durch Ulrike Stoll-Dyma von der Initiative Alte Synagoge gab es die Vorführung eines Films von Herbert Mayer, in welchem in Form eines fiktiven Briefwechsels das Verhältnis zwischen Moritz Meyer und seinem Neffen, dem Mediziner und Schriftsteller Friedrich Wolf, dargestellt wurde. Wolf hatte sich anfangs der 1920er-Jahre auf Anregung von seinem Oheim mit seiner zweiten Frau Else in Hechingen niedergelassen und eine Arztpraxis eröffnet.
Interessant war auch der Vortrag von Johanna Rost. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Geschichtswerkstatt Tübingen und schreibt ihre Bachelor-Arbeit über Moritz Meyer. Mit Dokumenten und Fotos beschrieb sie dessen Wirken. Dazu gab es Fotos von Meyers „Waldbad Hohenzollern“ im Fasanengarten.