Vor 750 Jahren wurde die Steinhofener Kirche erstmals erwähnt. Otto Bogenschütz hat über sie nun einen Vortrag gehalten.
Zu dem Vortrag im Steinhofener Pfarrhaus kamen viele interessierte Besucher.
Otto Bogenschütz ist in der Region bekannt für sein umfangreiches geschichtliches Wissen, das oft auch auf die lokalen Besonderheiten mit einbezieht. Veranstalter des Vortrags waren das Gemeindeteam und der Förderverein St. Peter und Paul. Die Veranstalter waren natürlich sehr froh über das starke Besucherinteresse, bald waren alle Plätze im Pfarrheim besetzt. Zu Beginn begrüßte Ursula Deck alle Anwesenden und dankte Otto Bogenschütz.
Otto Bogenschütz ging in seinem Vortrag auf die erste schriftliche Erwähnung der Kirche Steinhofen im Jahr 1275 ein und auf den historischen Rahmen, in dem diese stattfand. So war im Jahr 1274 unter Papst Gregor X das Konzil von Lyon einberufen worden.
Kreuzzug und Reformen beschlossen
In dessen Verlauf wurde nicht nur ein Kreuzzug ins Heilige Land beschlossen sondern auch Maßnahmen zur Kirchenreform und zur Beilegung des „morgenländischen Schismas“ mit der griechisch- orthodoxen Kirche.
In diesem Zug mussten alle Bistümer eine Liste der Pfarreien übergeben, und darin findet sich in der Diözese von Konstanz auch die Pfarrei Steinhofen. Vom Vermögen von 40 Rottweiler Libre mussten die Steinhofener zehn Prozent abgeben. Der Kreuzzug, für den das Geld bestimmt war, fand dann niemals statt. Otto Bogenschütz verstand es in seinem Vortrag die Zusammenhänge der Vergangenheit zwischen Kirche und Obrigkeit zu erklären. Die Lage Steinhofens an der „Schweizer Straße“ brachte Reichtum und viele Informationen in den Ort.
Am Ende seines Vortrags beantwortete Otto Bogenschütz noch Fragen der Zuhörer. Angeregte Gespräche über historische Fragen schlossen sich an.