Ganze Welten sollen bei der Schattentheater-Show „On Fire“ entstehen. Foto: Köhler-Schaer

Die Aufführung „On Fire“ ist am Samstag im Parktheater zu sehen. Hier berichtet Michaela Köhler-Schaer, einer der kreativen Köpfe der Show, vom Reiz des Schattentheaters.

In der Show sollen Körper zu Bilder werden und Schatten Geschichten erzählen. Die Tänzer entführen laut Einladung in einem Zusammenspiel aus Licht, Körpern und Musik auf eine abenteuerliche Reise. Michaela Köhler-Schaer ist neben Stefan Südkamp einer der kreativen Köpfe hinter den „Mobilés“, die die „Moving Shadows“ konzipierten. Zu deren Höhepunkten zählen der Gewinn des französischen Supertalents in Paris sowie zwei Auszeichnungen beim renommierten Comedy-Festival „Juste pour rire“ in Montreal. Am Samstag, 28. Februar, sind sie ab 20 Uhr mit „On Fire“ im Lahrer Parktheater zu erleben.

 

Frau Köhler-Schaer, was ist das Besondere am Schattentheater? Was macht es so reizvoll?

Schattentheater ist eine sehr sinnliche und für alle verständliche Bildsprache. Wir sind Bewegungs-Experten und spielen mit Bewegungsfluss, starken Bildern und den blitzschnellen Verwandlungsmöglichkeiten. Für uns hinter der Leinwand ist es ein absolut inspirierendes Team-Erlebnis, weil wir unsere Bilder immer mit allen zusammen kreieren und vor der Leinwand zaubern wir für die Zuschauerinnen und Zuschauer Welten und Geschichten, Rätsel und Emotionen. Ganz nach Aristoteles: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.

Worum geht es in der Show „On Fire“?

Wir wollen zeigen, dass wir „on Fire“ sind – wir erhalten so viel tolles Feedback von unseren Zuschauern, dass wir total dafür brennen, unsere Fans mit einer neuen Show zu begeistern. Bei der Aufführung „On Fire“ geht es um Liebe, um Phantasie, um Inspiration und verrückte Ideen, um die schönen und die traurigen Lebensmomente, um unsere Welt, um das große Ganze und das besondere Kleine – immer bildgewaltig und liebenswert.

Was für Rückmeldungen bekommen Sie? Was war ein Feedback, an das Sie sich noch gut erinnern können?

Wir bekommen sehr viel Rückmeldung von unseren Zuschauern. Entweder direkt im Theater nach der Show oder über Social Media oder Fanpost. Wir berühren die Menschen mit unseren Bildern und Geschichten tief in ihren Herzen - oft auch zu Tränen. In Köln nahm mich zum Beispiel nach der Show eine wildfremde Zuschauerin im Foyer einfach in den Arm und sagte, dass sie noch nie etwas so Schönes gesehen hätte und uns einfach umarmen müsse.

Seit wann gibt es die Moving Shadows, wie sind sie entstanden?

Wir hatten als Bewegungstheatergruppe vor Jahren den Auftrag aus der Autoindustrie, ein neues Automodell als Schattentheater zu präsentieren. Von diesen Proben haben wir damals kleine Sequenzen auf Youtube hochgeladen, die dann von der RTL-Redaktion „Supertalent“ gesehen wurde. Wir wurden ins deutsche „Supertalent“ eingeladen und sind dort bis ins Halbfinale gekommen. Das wiederum hat die französische Tochter M6 gesehen und uns nach Frankreich zum Supertalent eingeladen, was wir dann gewonnen haben. Als Preis wurden wir unter anderem nach Kanada eingeladen, wofür wir dann von der Siegprämie unser erstes abendfüllendes Schattentheaterprogramm entwickelten. Seitdem haben wir aktuell vier Programme erarbeitet und derzeit entwickeln wir ein weiteres, mit dem wir ab 2026 auf Tour gehen.

Was sind die größten Erfolge, die die Schattentheatergruppe bisher feiern durfte?

Wir haben in Frankreich das „Supertalent“ gewonnen, danach in Kanada auf dem weltgrößten Comedyfestival „Juste pour rire“ als erste Gruppe gleich zwei Preise, den Publikums- und den Kreativitätspreis, gewonnen. Und wir haben in Italien beim „Supertalent“ den zweiten Platz gemacht und waren die Gewinner der Herzen. Wir werden in allen Häusern bejubelt und gefeiert – und das erfüllt uns mit größter Freude und Demut.

Workshop und Tickets

Workshop:
Wie aus Licht, Schatten und Bewegung Welten entstehen, erleben Teilnehmer eines kostenfreien Workshop von Samstag, 28. Februar, bis Sonntag, 1. März, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Mit einem Theaterpädagogen experimentieren sie mit Figuren, Farben und dem eigenen Körper und entwickeln Schritt für Schritt eine Geschichte. Mit einem Elternteil besuchen die Teilnehmer kostenfrei die Show der „Moving Shadows“. Interessierte melden sich bis Montag, 23. Februar, bei der Projektmanagerin von „Babel“ per E-Mail an annika.schneiderstamm@theater-baden-alsace.com oder unter Telefon 0781/9 70 69 71 14.

Tickets:
Infos und Tickets sind im Kulturbüro unter Telefon 07821/95 02 10 sowie online unter kultur.lahr.de erhältlich. Für Familien und Gruppen gilt ein Rabatt von zehn Prozent.