Stefan Maier (rechts) ist seit 25 Jahren im VdK. Dafür wurde er vom Ortsverbandsvorsitzende Michael Eger geehrt. Foto: Bäurle

Größere Unruhe herrscht seit Freitag im VdK-Ortsverband Haigerloch. Bei der Generalversammlung am Freitag im Gasthaus Krone stellten sich der Vorsitzende Michael Eger, Kassierer Wolfgang Beck und Schriftführerin Jutta Beck nicht mehr zur Wahl.

Haigerloch - Aufgrund seines Wohnortes Nehren und der damit verbundenen Entfernung zu Haigerloch, so Eger, sei es ihm nicht möglich, den Vorsitzen des VdK-Ortsverbands entsprechend auszuüben.

Eger hatte nach eigenen Worten im Vorfeld der Versammlung 40 Mitglieder angeschrieben. Von denen sei aber niemand bereit gewesen, das Amt des Ortsverbandsvorsitzenden zu übernehmen. Vor allem auf Unterstützung durch die jüngeren Mitglieder habe er vergeblich gewartet.

Obwohl Michael Eger anbot, wenigstens als stellvertretender Vorsitzender weiterzumachen, fand sich bei der Versammlung trotz mehrmaliger Nachfrage –­ auch durch Walter Horn vom Kreisverband­ – kein Kandidat für den Vorsitz.

Vorsitzender Eger betonte, dass das Fortbestehen des Ortsverbandes in Gefahr sei und dessen Auflösung drohe, sollten die Ämter unbesetzt bleiben. Nun steht auf jeden Fall eine zeitnah einzuberufende außerordentliche Hauptversammlung an, damit eine dort eine neue Vorstandschaft gefunden werden kann. Aus dieser ist momentan nur noch Beisitzerin Veronika Till übrig.

Neue Diskussionen

In dieser schwierigen Situation brachte Schriftführerin Jutta Beck eine Fusion mit einem der drei anderen VdK-Ortsverbände im Raum Haigerloch ins Spiel. Darüber entbrannten dann neue Diskussionen. Die anwesenden Vertreter der Ortsverbände Owingen/Stetten und Gruol/Heiligenzimmern äußerten sich zu diesem Vorschlag eher zurückhaltend, vom VdK Trillfingen/Hart war niemand in der Versammlung in der Krone anwesend.

Komplett ausgeschlossen wurde eine Fusion am Freitag jedoch nicht. Michael Eger kündigte an, die anderen Ortsverbände für Gespräche darüber anzuschreiben. Dabei gelte es nicht unbedingt, alle Ortsverbände unter einen Hut zu kriegen, auch die Fusion mit nur einem weiteren Verband zog er in Betracht.

Für die bisherige Vorstandschaft heißt es auf jeden Fall weiterzumachen, bis neue Kandidaten für die Vorstandsämter gefunden werden – oder der VdK Haigerloch, der auch Mitglieder aus Bad Imnau, Bittelbronn und Weildorf hat, aufzulösen.

(mx). Auch der VdK Haigerloch konnte während der Corona-Pandemie kaum aktiv sein. Vor allem die Älteren hätten darunter gelitten, so der Ortsverbandsvorsitzende Michael Eger bei der Hauptversammlung. Wenigstens gebe es jetzt wieder den Stammtisch in Bad Imnau, den man für alle Haigerlocher VdKs 2019 ins Leben gerufen habe. Die Mitgliederzahl bezifferte Eger mit 200.

Schriftführerin Jutta Beck blickte bei der Versammlung auf die Aktivitäten der vergangenen beiden Jahre zurück. 2019 feierte der VdK Haigerloch sein 70-jähriges Bestehen im Rahmen der Weihnachtsfeier, 2020 waren wegen Corona keine Aktivitäten möglich, ebenso wie bis zum September dieses Jahres.

Kassenwart Wolfgang Schäfer vermeldete bezüglich 2019 ein kleines Minus, 2020 habe man dagegen ein Plus erwirtschaftet. Kassenprüfer Erwin Kotz bescheinigte Schäfer korrekte Buchführung. Bürgermeister Heinrich Götz führte die einstimmige Entlastung der Amtsinhaber herbei und dankte der Vorstandschaft für ihren Einsatz.

Bei den Ehrungen wurde Stefan Maier für 25 Jahre Mitgliedschaft mit dem Treueabzeichen in Gold vom Landesverband Baden-Württemberg mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Andere Geehrte waren bei der Hauptversammlung nicht anwesend.