Der Aufsichtsrat der VfB AG ist damit beschäftigt, einen Nachfolger für Rouven Kasper zu finden. Dabei gibt es einen klaren Auswahlprozess – und einen ambitionierten Zeitplan.
Die Suche nach einem neuen Marketingvorstand beim VfB Stuttgart schreitet voran. Die sogenannte Shortlist der Kandidaten für den frei gewordenen Posten ist erstellt. Sechs Namen stehen darauf, nachdem die Bewerberlage äußerst gut war. Zusammen mit der Beratungsagentur Korn/Ferry aus Frankfurt hat der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten den Auswahlprozess vor einigen Wochen aufgesetzt. Nach dem Jahreswechsel sollen die nächsten Gesprächsrunden laufen.
Bis Ende Januar will Dietmar Allgaier entschieden haben, wer die Nachfolge von Rouven Kasper antritt. „Wir befinden uns im Zeitplan, und ich bin optimistisch, dass wir eine sehr gute Lösung für den VfB hinbekommen. Es haben sich eine Reihe von interessanten und kompetenten Persönlichkeiten vorgestellt, die das geforderte Profil erfüllen“, sagt der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende.
Kasper hatte zuvor ein Angebot des FC Bayern als Marketingchef in München angenommen. Beim VfB wird es vor der Entscheidung des Aufsichtsrats dann noch eine Art Finalrunde mit den besten Kandidaten geben. Wie schnell der Auserwählte dann seine Arbeit in der Mercedesstraße in Bad Cannstatt aufnehmen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Denn das hängt von der Verfügbarkeit der Person ab und gehört letztlich auch zur Verhandlungssache.
Bis es schließlich zum Amtsantritt kommt, hat beim VfB der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle nach den Finanzen auch den Marketingbereich übernommen. Ein Dauerzustand soll die Dreifachbelastung nicht bleiben. Wobei klar ist, dass es nach dem Ausscheiden von Thomas Ignatzi (Finanzen) im vergangenen Sommer in Stuttgart nur noch einen dreiköpfigen Vorstand geben wird – und neben Wehrle und dem Sportchef Fabian Wohlgemuth wird der dritte Mann für das Marketing gesucht. Denn eine Frau befindet sich nicht auf der Liste.