Christian Keller hört als Geschäftsführer beim SSV Jahn Regensburg auf – und beim VfB Stuttgart gilt er als Kandidat für die Nachfolge von Vorstandschef Thomas Hitzlsperger.
Stuttgart - Christian Keller hört beim SSV Jahn Regensburg zum Ende des Monats auf. Das gab der Fußball-Zweitligist bekannt, und diese Nachricht wäre beim VfB Stuttgart nicht mehr als eine Randnotiz, wenn sich der Bundesligist nicht auf der Suche befinden würde – nach einem Nachfolger für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger.
Im Herbst des nächsten Jahres endet Hitzlspergers Vertrag bei der VfB AG, und über Keller wurde im Aufsichtsrat bereits nachgedacht. Der 42-Jährige gilt als kluger Kopf in der Branche. Er hat die Regensburger (aktuell Tabellenzweiter) als Geschäftsführer Profifußball kontinuierlich weiterentwickelt. „Ich sehe meine Aufgabe als erfüllt an“, sagt Keller nun über seine Beweggründe.
Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Neues zu den Coronafällen beim VfB
Im Sommer 2013 hatte Keller das Amt beim Jahn übernommen, in der Regionalliga. Bereits im Januar 2020 hatte er intern mitgeteilt, dass er nicht über das Vertragsende am 31. Oktober dieses Jahres für den Club tätig sein werde. Offenbar sucht Keller eine neue berufliche Herausforderung – und könnte sie beim VfB finden. Denn Keller erklärt auch, dass er sich eine Auszeit nimmt: „Ich kann nicht heute den SSV Jahn im Herzen tragen und mich morgen schon mit einer neuen Aufgabe identifizieren. Deshalb brauche ich zunächst einmal Abstand.“
Lesen Sie aus unserem Angebot: Die Standardstärke des VfB
Zeitlich könnte es also passen, da Hitzlsperger ja noch eine Weile da ist. Noch befindet sich der VfB unter der Führung von Präsident und Aufsichtsratschef Claus Vogt aber in der Sondierungsphase. Nichts soll überstürzt, und über mögliche Kandidaten ergebnisoffen diskutiert werden. Allerdings wird der Name Keller bereits mit Hertha BSC in Verbindung gebracht. In Berlin hört Carsten Schmidt als Vorsitzender der Geschäftsführung aus privaten Gründen sofort auf.