Mit der richtigen Vorsorgeuntersuchung lässt sich Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkennen. Foto: Tatyana - stock.adobe.com

Die AOK macht auf die wichtige Vorsorge aufmerksam, um Gebärmutterhalskrebs möglichst früh zu entdecken. Auch im Kreis Rottweil sind viele Frauen betroffen.

Im Schnitt erkranken bundesweit jährlich rund 4575 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, rund 1570 Betroffene sterben jährlich daran. Für 2021 verzeichnete die AOK Baden-Württemberg 3270 Versicherte mit einer Krebsdiagnose in ärztlicher Behandlung, bei 632 Diagnosen handelt es sich um Neuerkrankungen. Laut Mitteilung befanden sich in diesem Zeitraum im Landkreis Rottweil 41 Frauen mit der Diagnose Gebärmutterhalskrebs in Behandlung.

Viren können der Auslöser sein

Ein Auslöser können Humanen Papillomviren (HPV) sein, die viele Menschen unbemerkt in sich tragen. Seit 2007 ist eine HPV-Impfung im Einsatz, die gegen etwa 70 Prozent dieser Viren schützt. Allerdings reicht die Impfung allein nicht aus, um das Risiko vollständig zu eliminieren, so die AOK. „Regelmäßige und lebenslange Vorsorgeuntersuchungen sind von zentraler Bedeutung, um auffällige Befunde frühzeitig zu erkennen“, betont Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK.

Frauen um Mitte 50 besonders betroffen

Besonders betroffen seien Frauen um Mitte 50, bei denen der bösartige Tumor entdeckt wird. „Gebärmutterhalskrebs zeigt ab einem Alter von 35 Jahren eine ansteigende Häufigkeit. Durch regelmäßige Untersuchungen kann Gebärmutterhalskrebs in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden, was die Überlebenschancen erheblich verbessert“, erklärt Knapstein.

Im Vergleich zu anderen Krebsarten liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Gebärmutterhalskrebs bei etwa 70 Prozent, während Brustkrebs eine Überlebensrate von 90 Prozent aufweist.

Infos unter https://www.gesundheitsinformation.de/gebaermutterhalskrebs.html