Foto: Schwarzwälder Bote

Zum Bericht „Lebensstil beeinflusst Krebsrisiko nur gering“ vertritt unsere Leserin Sigrid Bechtle aus VS folgende Auffassung.

Den im Artikel getroffenen Aussagen bezüglich Krebsrisiko durch Lebensstil möchte ich als Betroffene vehement widersprechen.

 

Allerdings sind es nicht vor allem die genannten Faktoren, die jede/r individuell beeinflussen kann, sondern der Faktor Arbeitsbelastung vor allem durch rotierende Nacht- und Schichtarbeit, die im Artikel überhaupt nicht genannt werden. Ursachen dafür sind neben der reduzierten Ausscheidung schädlicher Stoffe aus dem Körper die verminderte Melatoninbildung, wenn tags statt nachts geschlafen wird. Melantonin ist mit verantwortlich für die Bildung von Killerzellen - auch als T-Zellen bekannt. Entgegen den Aussagen, die im Artikel getroffen werden ist nicht nur jede/r Einzelne gefordert, die richtigen Vorsorgemaßnahmen zu veranlassen, sondern und vor allem auch haben die Arbeitgeber und die Politik die Pflicht entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Vorsorge treffen

Überall, wo nur zur Steigerung der Profitmaximierung rund um die Uhr gearbeitet wird, müssen die Maschinen bei Nacht abgeschaltet werden. Im Dienstleistungssektor, wie Krankenhäusern, Polizei, um nur zwei zu nennen, muss die Arbeitszeit reduziert werden, und Pausen müssen Pausen sein.

Sigrid Bechtle, Villingen-Schwenningen

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