Einen Taubenschlag, wie hier in Rottweil, zu installieren, wurde im Gemeinderat vorgeschlagen. (Archivfoto) Foto: Corinne Otto

Zahlreiche Themen wurden von Bürgern in der Fragerunde für Einwohner im St. Georgener Gemeinderat angesprochen. Es ging um Stadttauben und den Bolzplatz am Klosterweiher.

In der Fragerunde für Einwohner im Gemeinderat wollte Lisa Österle wissen, ob es ein tierschutzkonformes Konzept zur Kontrolle von Stadttauben gibt, von denen ihr zufolge einige beim Rathaus-Rohbau fliegen. Sie warf die Idee eines ehrenamtlich betreuten Taubenschlags auf.

 

Man werde das aufnehmen, so Bürgermeister Michael Rieger. Bisher habe es in St. Georgen kein bemerkbares Taubenproblem gegeben. Diesbezüglich müsse man Kontakt mit dem Tierschutz aufnehmen.

Laut Stadtbaumeister Alexander Tröndle sind offenbar Löcher im Aufzugturm, die so schnell wie möglich geschlossen werden sollen.

Baumaterial auf dem Roßberg

Einwohner David Gerell fragte, wann das auf dem Bolzplatz beim Hallenbad gelagerte Baumaterial abtransportiert wird. Das soll laut Rieger bald geschehen, dann zwei Tore aufgestellt werden.

Eine weitere Frage betraf den Bolzplatz am Klosterweiher, der laut Gerell noch nicht nutzbar ist. Laut Rieger wird das dort liegende Material derzeit abgefahren, das Gelände hergerichtet. Der Gemeinderat werde sich mit der weiteren Nutzung und der Frage beschäftigen, ob noch mal ein Bolzplatz hinkomme. Dort unten habe man noch nie groß jemanden Fußball spielen sehen.

Angesichts der 30-Millionen-Euro-Investitionen am Rathaus fragte Gerell auch nach der Entwicklung der Schulen. Laut Rieger sind bis zu 85 Prozent der Kosten förderfähig. Wie es bei den Schulen weitergehe könne man aber frühestens im Herbst sagen.

Sanierungen der Gerwig-Schule beginnen

Sanierungen der Robert-Gerwig-Schule mit einer Investition von neun Millionen Euro begönnen jetzt. „Ich mache keine Aussagen, wann wir mit den Schulen anfangen“, so Rieger. Mit dem Schulzentrum sei man im Austausch über eine schrittweise Sanierung. Den einen großen Wurf gebe es sicher nicht, da das viele Millionen Euro beanspruche.

2014 habe man sich, auch gemäß Bürgerwillen, für die Innenstadtsanierung entschieden, so Rieger. Klar gewesen sei, dass die Schulen kommen, wenn die Stadtsanierung abgeschlossen sei. Ob unmittelbar danach oder später könne er jetzt nicht sagen.

Besichtigungen des Rathauses

Gerell fragte schließlich auch nach Besichtigungen des Rathauses. Die Baustelle dürfe man derzeit nur mit Sicherheitsschuhen und Helm betreten, so Rieger. Jetzt werde man noch keine Bürger über die Baustelle führen. Sobald es eine Chance gebe, werde man das tun. Aufgrund einer Beschwerde eines unterlegenen Bieters, bei der die Stadt recht bekommen habe, liege man mit dem Zeitplan etwas hintendran.

Änderungen beim Wochenmarkt

Erika Obergfell kritisierte die kurzfristige Benachrichtigung durch die Stadt, dass am 9. Mai, vor Muttertag, wegen einer Veranstaltung am Marktplatz kein Markt stattfinden kann.

Sie brauche eine Vorlaufzeit von mindestens vier Wochen, die Absage bedeute für sie einen Verlust von sicher 1500 Euro allein beim Fleischverkauf. Es sei traurig, dass nirgendwo eine kleine Ecke für sie und die drei Kollegen zur Verfügung stehe. Philipp Strumberger vom Amt für Ordnung, Bildung und Soziales erklärte, dass nun entschieden wurde, den Markt am 9. Mai im unteren Hof der Robert-Gerwig-Schule abzuhalten.