Einer der Vorschläge, die im Zuge der Beteiligung der Öffentlichkeit eingegangen ist und den die Stadtverwaltung besonders verfolgen will, ist die Forderung nach Tempo 30 in der St. Georgener Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 33 zwischen 22 und 6 Uhr. Foto: Moser

Welche Maßnahmen können gegen Verkehrslärm in St. Georgen ergriffen werden? Einige Vorschläge zu dieser Frage sind im Zuge der Auslage des Lärmaktionsplans bei der Stadtverwaltung eingegangen. Nun geht es in die Abstimmung mit den Behörden.

St. Georgen - In der zweiten Runde des Lärmaktionsplans im vergangenen Jahr war keine einzige Stellungnahme aus der Bevölkerung bei der Stadtverwaltung eingegangen – in diesem Frühjahr waren es bezüglich der Situation an den Lärmschwerpunkten Landstraße 175 und Bundesstraße 33 immerhin vier Stellungnahmen. Noch immer eine "verhaltene, verhaltene Rückmeldung", wie Alexander Tröndle, Leiter des städtischen Bauamts, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats sagte – aber immerhin liegen der EU-Meldung der Stadt St. Georgen nun einige Maßnahmenvorschläge bei.

Wunschliste mit sieben Maßnahmen

Konkret stehen sieben mögliche Maßnahmen auf der Wunschliste: Tempo 50 statt 70 vor dem Ortsschild im Osten aus Peterzell kommend, Tempo 30 statt 50 in der Ortsdurchfahrt zwischen 22 bis 6 Uhr, generelles Tempo 30 oder 40 im ganzen Stadtgebiet, Tempo 20 in Wohnstraßen, Tempo 50 statt 80 vom westlichen Ortsschild bis zur Einmündung der Straße "Am Storzenberg" beziehungsweise temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 60 Stundenkilometer nachts und am Wochenende zwischen dem Kreuzungsbereich bei der Firma Stark bis zum Abzweig des Märtishofwegs, Randbepflanzung entlang der Straßen sowie Geschwindigkeitsüberwachung. Zudem wurde vorgeschlagen, in der Schramberger Straße auf Höhe der Ampel und der Bushaltestelle eine Verkehrsinsel einzubauen oder an dieser Stelle einen Blitzer zu installieren.

Pläne für die Straße "Am Storzenberg"

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen, die sich auf die B 33 und die L 175 beziehen, sind Tröndle zufolge weitere Stellungnahmen bei der Stadtverwaltung eingegangen. Unter anderem wurde zudem die Verkehrssituation in der Straße "Am Storzenberg" als problematisch beschrieben. "Hier werden hohe Geschwindigkeiten gefahren", heißt es dazu in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat. Für Radfahrer kann es hier gefährlich werden, da der Fußweg entlang der Straße zu schmal ist, um einen Radweg ausweisen zu können. In Bezug auf die Straße "Am Storzenberg" umfassen die vorgeschlagenen Maßnahmen eine Reduzierung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer, was auch die Verkehrssicherheit erhöhen würde, und eine Erneuerung des Fahrbahnbelags. Denn "der schlechte Zustand der Asphaltdecke der Straße ›Am Storzenberg‹ wurde als lärmverursachend beschrieben", wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht.

Das sind die nächsten Schritte

Und wie geht es nun in puncto Lärmaktionsplan weiter? "Jetzt haben wir die Hausaufgaben zu machen", meinte Tröndle in der Sitzung. Denn das Bauamt wird nun bezüglich der vorgeschlagenen Maßnahmen Kontakt mit den Trägern öffentlicher Belange aufnehmen. Besondere Aufmerksamkeit soll hierbei dem Wunsch nach Tempo 30 bei Nacht in der Ortsdurchfahrt und nach einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 Stundenkilometer bis hinter die Einmündung der Straße "Am Storzenberg" zuteil werden. So ausgearbeitete Maßnahmen werden dann erneut Thema im Gemeinderat sein.