Seit Dienstag bauen die Schausteller auf dem Rudolf-Maschke-Platz den „Rummelplatz“ für den 197. Trossinger Pfingstmarkt auf.
Die Schaustellerfamilien sind angereist und bauen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern den „Trossinger Rummelplatz“ auf.
Am Freitagnachmittag um 15 Uhr wird der Rummel durch Bürgermeisterin Susanne Irion eröffnet. Die Besucher dürfen sich dann bis Dienstag auf eine bunte Mischung an Fahrgeschäften, Spielbuden, Hütten und Ständen mit einer Vielfalt an kulinarischen Genüssen freuen.
Der Rudolf-Maschke-Platz wird wie an jedem Pfingstwochenende zum Treffpunkt für alle Generationen. Schon von weitem zu sehen ist das Fahrgeschäft „Rocket“, das zum ersten Mal in Trossingen ist. Die Besitzer Timo und Schirin Hartmann hatten sich, da bereits im letzten Jahr der „Fliegende Teppich“ von Timo Hartmann Eltern auf große Resonanz gestoßen war, um einen Platz in Trossingen beworben.
„Es hat uns sehr gefreut, dass wir angenommen wurden“, betont Schirin Hartmann. Mit „Rocket“ schaukeln die maximal 24 Fahrgäste bis in 25 Meter Höhe. „Es dreht sich sehr schnell, aber macht riesen Spaß“, weiß Schirin Hartmann. Allerdings müssen die Fahrgäste mindestens acht Jahre alt und 1,40 Meter groß sein. „Wir hatten aber auch schon einen 95-jährigen Fahrgast.“
Kein Karussell schneller
Als „Europas schnellstes Karussell“, wirbt Michael Zimmermann für sein „Fast & Furious“, bei dem mit 5G, dem Fünffachen der Erdanziehungskraft die Fahrgäste in die Gondel gedrückt werden. Das Fahrgeschäft ist außerdem sehr schnell, hat sechs Arme mit insgesamt 36 Sitzplätzen und sei etwas „für die ganz Mutigen“, so Zimmermann. „Aber wir machen auch langsamere Fahrten.“
Als „Laufgeschäft“ bezeichnet Robert Lehmann aus Worms sein kunterbuntes Laufhaus, das ebenfalls zum ersten Mal auf dem Trossinger Pfingstmarkt vertreten ist. Allerdings: „Ich war vor 27 Jahren schon einmal in Trossingen mit der Geisterbahn, und meine Großeltern waren mit ihrer Verlosung schon Stammbeschicker vor mehr als 60 Jahren.“ Warum er wieder nach Trossingen kam, hat mit Blick auf gestiegene Benzinpreise auch teilweise auch einen wirtschaftlichen Hintergrund. „Ich bin in diesem Jahr auf Tour im süddeutschen Raum, die nächste Station ist Tuttlingen.“
Vieles geboten
Sein Laufhaus sei etwas „von Jung bis Alt – für jeden, der es sich zutraut“. Der Weg führt die Besucher von der Waschbürste in einen Spiegel-Irrgarten, es gibt einen Hindernisparcours mit Wasser und vielen Überraschungen mehr.
Auch ein „Pfingstmarktbaby“ gibt es in diesem Jahr wieder. Samantha Schubert ist mit ihrem Mann aus Augsburg zum fünften Mal auf dem Rudolf-Maschke-Platz. Erstmals dabei ist das fünf Monate alte Töchterchen Jane, die im Kinderwagen liegend den Aufbau des Schießwagens friedlich verschläft.
Pizzawagen hat neuen Stellplatz
Seit 40 Jahren ist der Pizzawagen der Familie Lindenschmidt immer an der Ecke bei der Volksbank fester Bestandteil gewesen. Inzwischen wurde er von Kathi Stäger aus Würzburg übernommen und hat aufgrund der Umbaumaßnahmen der Volksbank einen neuen Standplatz wenige Meter weiter hinten vor dem Modegeschäft Bilger. Kathi Stäger hofft, dass die Leute sie trotzdem finden. „Hier in Trossingen ist man herzlich willkommen“, weiß auch Ralph Vogt aus Ravensburg und ist voll des Lobes über Marktmeisterin Annika Huyhn.