Am Ortsausgang Richtung Mariazell soll gebaut werden. Foto: Herzog

Ämter und Behörden wurden gewaltig auf Trab gehalten durch den geplanten Bau einer Kfz-Werkstatthalle in Schönbronn am Ortsausgang Richtung Mariazell.

Gebaut werden soll neben der Werkstatthalle Büroflächen sowie Wohnmobilgaragen und Flächen für Lager und die Fahrzeugpräsentation.

 

Umweltbericht, artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, Baugrunduntersuchung, schalltechnische Untersuchung: Das sind nur einige der Prüfungen des gesamten Vorhabens im Vorfeld.

„Da braucht man sich nicht wundern, wenn es in Deutschland nicht voran geht“, seufzte Susanne Andreae im Ausschuss für Umwelt und Technik angesichts des Wusts von Untersuchungen sowie der damit beschäftigten Personen – von der Dauer des gesamten Verfahrens ganz zu schweigen.

25 Stellungnahmen von Behörden

Außerdem: Der Investor muss die Gutachten selbst bezahlen. „Irre, dass er da überhaupt noch baut“, meinte Andreae.

Jedenfalls gingen 25 Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange – von Privatpersonen gab es keine einzige – zu dem vorhabenbezogenenen Bebauungsplan „Gewerbegebiet Schönbronn II“ ein – unter anderem aus den Bereichen Denkmalschutz, Geotechnik, vom Regionalverband, vom Regierungspräsidium und in verschärfter Form vom Landratsamt.

Das Gewerbeaufsichtsamt wies auf die Schallbelastung hin, die Brandschutzbehörde des Landratsamts auf die Löschwasserversorgung.

Das Umweltamt monierte, dass das Vorhaben im Wasserschutzgebiet 3a sei – und somit ein Verbot baulicher Anlagen bestehe. Es wurde jedoch ein Antrag auf Befreiung gestellt, dem unter Auflagen stattgegeben wurde. „In einem Wasserschutzgebiet 3a ist es üblich, dass man bauen darf“, sagte Joschka Joos von der Stadtverwaltung auf eine Anfrage von Emil Rode.

Viel Abstimmung nötig

Pluspunkte aus Ökogesichtspunkten gibt es für die Umwandlung einer Fett- in eine Magerwiese, informierte Stadtplanerin Veronika Schneider. Die Stellungnahmen seien zum Teil schon im Dezember eingegangen, monierte Jürgen Kaupp. Ob es normal sei, dass das Verfahren so lange dauere. Eigentlich nicht, lautete die Antwort von Seiten der Verwaltung, allerdings hätten mit dem Umwelt- und Gewerbeaufsichtsamt noch zahlreiche Fragen geklärt werden müssen.

Nun geht das Ganze nochmals in eine öffentliche Auslegung. Anschließend soll der Satzungsbeschluss erfolgen und etwa im Frühjahr könnte dann das Baurecht vorliegen.

„Wir sind froh, dass sich der Betrieb entwickeln kann und er dafür einiges an Mühen auf sich nimmt“, sagte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr.