Die Stadtverwaltung baut den Sanierungsstau ab. Sie investiert allein 26,55 Millionen Euro in Bauarbeiten. Unter anderem bei der Realschule soll sich etwas tun.
2024 steht in Donaueschingen im Zeichen mehrerer Großprojekte. Die Stadt hat laut einer Mitteilung der Verwaltung Investitionen im Hoch- und Tiefbau in Höhe von 26,55 Millionen Euro geplant. 2023 begonnene Großvorhaben wie der Neubau der Realschule und die Sanierung des Parkschwimmbads werden demnach 2024 weitergeführt beziehungsweise abgeschlossen.
Realschule Beim Bauvorhaben Realschule werden in der ersten Jahreshälfte 2024 die Ausschreibungen für Ausbaugewerke auf den Weg gebracht werden. Die Rohbauarbeiten am Schulgebäude werden laut Stadt fortgesetzt mit dem Ziel noch vor den Sommerferien ein Richtfest zu feiern. Mitte des Jahres sollen der Einbau der Verglasung sowie die Dachabdichtungsarbeiten beginnen, so dass das Realschulgebäude im Sommer witterungsdicht ist.
Zum Herbst und Winter können laut Planung die Innenausbauarbeiten starten. Die Rohbauarbeiten für die Sporthalle sind in der ersten Jahreshälfte geplant, spätestens zum Jahresende soll die Sporthalle witterungsdicht sein, so dass ab diesem Zeitpunkt auch hier mit den Innenausbauarbeiten begonnen werden kann. Bei 55,9 Millionen Euro liegen die derzeitigen Kostenschätzungen für das Bauvorhaben. Die Fertigstellung der neuen Realschule mit Dreifeldsporthalle ist für Januar/Februar 2026 vorgesehen.
Feuerwehrgerätehaus Die Ortsteilwehr in Pfohren soll zum künftigen Technikstützpunkt für die Gesamtwehr Donaueschingen ausgebaut werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Immer mehr Anforderungen kommen auf die Feuerwehren zu, diese wurden bislang von der Feuerwehr Donaueschingen übernommen. Das soll sich ändern. Ein weiterer Aspekt ist, dass das bestehende Feuerwehrhaus der Abteilung Pfohren nicht mehr den vorgegebenen Standards entspricht und ein Umbau wirtschaftlich nicht umsetzbar ist. Ende 2023 wurde mit dem Verfahren für die Architektenleistungen begonnen, Anfang 2024 folgen laut Stadt die Verfahren für die Fachplaner. Die Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus sollen dieses Jahr erfolgen, die bauliche Umsetzung ist für 2025 vorgesehen. Im Haushalt 2024 wurden 800 000 Euro und im Haushalt 2025 rund 2,4 Millionen Euro angemeldet.
Kita-Bau Aufgrund fehlender Betreuungsplätze müssen schnell weitere Krippenplätzen für unter dreijährige Kinder in Pfohren entstehen. Weil die Bedarfsmeldung und damit die Notwendigkeit rascher Baumaßnahmen kurzfristig kamen, kommt laut Stadtverwaltung nur eine Modulbaulösung in Frage. Die bauliche Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Jahr 2024. Nachdem die wesentlichen Gewerke Modulbau- und Tiefbauarbeiten Ende 2023 ausgeschrieben wurden, sollen – sobald es die Witterung zulässt – Tiefbau- und Fundamentarbeiten beginnen, so dass im Frühjahr die Montage des Modulbaus und die nachfolgenden Ausbauarbeiten starten können.
Die Fertigstellung ist zum 1. September mit Beginn des neuen Kindergartenjahres geplant. Parallel soll im Frühsommer mit den Arbeiten an der Außenanlage begonnen werden. Im Finanzhaushalt sind für diese Maßnahme 1,4 Millionen Euro vorgesehen.
Heinrich-Feurstein-Schule Das Dach der 1909 gebauten Schule ist sanierungsbedürftig. Im Zuge der Dacharbeiten sollen auch Ausbesserungen an der Fassade erfolgen. Das Konzept wurde im September 2023 im Technischen Ausschuss vorgestellt. Die Kosten für die Sanierung werden gegenwärtig auf etwa 1,3 Millionen Euro geschätzt. Im nächsten Schritt sollen die Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden, um die Maßnahme möglichst 2024 umsetzen zu können.
Grundschule Allmendshofen Hier steht dieses Jahr eine Dach- und Fassadensanierung an. Auch die Installation einer Photovoltaik-Anlage ist vorgesehen. Sobald die Witterung es zulässt, soll es losgehen, kündigt die Stadtverwaltung an. Im Zuge der Fassadensanierung werden Schadstellen und Risse im Putz ausgebessert und die Fassade sowie auch die Fenster und Türen neu gestrichen. Für die Umsetzung der Maßnahme waren im Jahr 2023 bereits 300 000 Euro im Haushalt vorgesehen, die auf das Folgejahr übertragen werden.
Rathaus in Heidenhofen Das 282 Jahre alte und mehrfach umgebaute und umgenutzte Rathaus in Heidenhofen bedarf einer grundlegenden Sanierung des Daches und der Fassade. Dieses Jahr sollen die Sanierungsarbeiten beginnen. Der alte und durch Holzschädlinge stark geschädigte Dachstuhl soll durch einen neuen mit zeitgemäßer Dämmung ersetzt werden. Auch die Fassade braucht einige Reparaturen. Geplant ist zudem eine energetische Sanierung plus Einrichtung einer E-Ladestation und die Installation einer Photovoltaikanlage mit Speicher. Im Haushalt 2024 sind dafür rund 550 000 Euro gemeldet.
Siedlersteg Nach der Sanierung der Betonstützen im Jahr 2020 standen bereits für 2023 weitere Erhaltungsmaßnahmen für den Siedlersteg an. Allerdings wurde laut Stadt trotz zweimaliger Ausschreibung keine Firma gefunden, die die Sanierungsarbeiten durchführen kann. Die vier Gewerke Tragwerk, Dach, Bodenbelag und Wetterschutz sind nun getrennt voneinander ausgeschrieben worden.
Mit der Sanierung könnte das stadtbildprägende Bauwerk weiter erhalten werden, heißt es aus dem Rathaus. Die Sanierung ist für 2024 vorgesehen.
Weitere Investitionen
Photovoltaik
2024 wird die Stadt Donaueschingen den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen (PV) auf städtischen Gebäuden und damit den Ausbau der Eigenstromversorgung weiter vorantreiben. Dafür investiert die Stadt rund eine Million Euro. Unter anderem sollen die Erich-Kästner-Halle, die Kita Wunderfitz, die Donauhallen, die Mehrzweckhalle Grüningen, das Rathaus Heidenhofen sowie die Grundschule Allmendshofen mit neuen PV-Anlagen ausgestattet werden.