Die SG Sonnenhof Großaspach eröffnet am Freitag (18 Uhr) gegen Bayer Leverkusen die 1. Runde im DFB-Pokal. Wir haben ausführlich mit SGS-Coach Pascal Reinhardt gesprochen.
Pascal Reinhardt hat im Fußball trotz seiner erst 32 Jahre schon vieles erlebt. Als Profi spielte er unter anderem für den FC Homburg, SSV Ulm, Bayern München II sowie in Neuseeland. Als Trainer gelang ihm mit dem FC Holzhausen der Aufstieg in die Oberliga, in der vergangenen Saison holte er mit der SG Sonnenhof Großaspach das Double.
Als Belohnung gibt es am Freitag ein Highlight im DFB-Pokal, was auch für Reinhardt eine Premiere darstellt. Dabei geht seine Mannschaft als Tabellenführer der Regionalliga Südwest und folglich mit viel Rückenwind in die Begegnung mit Bayer Leverkusen. „Die Vorfreude ist riesengroß. Wir spielen im ausverkauften ’Wohnzimmer’ gegen einen super attraktiven Gegner. Medial ist es natürlich eine ganz andere Aufmerksamkeit als bei anderen Spielen, das ist für uns auch neu und spannend“, so Reinhardt im Gespräch mit unserer Redaktion.
Reinhardt „gegen“ Ten Haag
Er wird am Freitag in Reichweite zu Leverkusens Neu-Coach Erik Ten Haag an der Linie stehen. „Das ist natürlich eine tolle Sache. Man geht da mit dem nötigen Respekt rein, aber zurück halten werde ich mich nicht“, erklärt Reinhardt, der in der Regel sehr aktiv coacht, schmunzelnd.
Großartige Motivationsreden wird er vor dem Spiel jedenfalls nicht halten müssen, auch für seine Akteure ist es ein absolutes Highlight. „Für uns als Trainer-Team ist es einfach. Man kennt ja auch die Spieler von Leverkusen, also die Jungs wissen, was auf sie zukommt.“
Mehrere Abgänge
Die Favoritenrolle liegt logischerweise bei den Gästen, die 2023/24 Meister wurden und die vergangene Saison auf Platz zwei hinter den Bayern abschlossen. Aber bei genauerem Hinsehen gibt es doch Anhaltspunkte für eine mögliche Saison. Da wäre die überragende Frühform der SGS, was Bayer 04 nicht behaupten kann. Mit Trainer Xabi Alonso, Florian Wirtz, Jeremie Frimpong, Jonathan Tah und Granit Xhaka gingen etliche Leistungsträger, die Vorbereitung läuft holprig.
Auch Reinhardt weiß: „Die Voraussetzungen könnten schlimmer sein. Wir kennen die Schwere der Aufgabe, aber wir glauben daran und die Chance ist zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich am größten.“ Neben den Abgängen stehen mit Jonas Hoffmann, Malik Tillmann und Weltmeister Exequiel Palacios auch schon prominente Ausfälle für die Begegnung fest.
Hoffnung auf ein Spektakel
Trotz des Hypes um die Partie will sich Reinhardt mit seiner Mannschaft so normal wie möglich vorbereiten. Er sagt: „Die Vorfreude und Anspannung dürfen jetzt von Tag zu Tag größer werden. Man fiebert am meisten auf den Moment hin, wenn es dann losgeht. Wir hoffen, das Spiel lange offen zu halten und wollen unseren Zuschauern ein Spektakel liefern.“