„80er Unplugged“ hatte das angesagte Gitarrenduo „Café del Mundo“ seinen Auftritt im Hof der Seminarturnhalle betitelt.
Die begnadeten Virtuosen auf zwei Flamenco-Gitarren, Alexander Kilian und Jan Pascal, zogen bei beliebten Songs der 80er-Jahre den Stecker und entführten ihr Publikum in faszinierende Klangwelten, ganz ohne Gesang, aber mit Anekdoten und Geschichten rund um große Hits.
Letztmals bevor Café del Mundo auf den großen Bühnen der Republik zu erleben ist, gastierten sie bei „Nagold Alive“ auf der Außenbühne vor großem Publikum und versprühten eine begeisternde Atmosphäre.
Bereits die ersten Akkorde von „Walking on Sunshine“ zogen die Gäste bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein in ihren Bann. Jan und Alex brillierten als „Café del Mundo“ mit musikalischer Vielfalt rund um Songs, die fast jeder kennt und mitsingen kann, egal ob von U2, A-ha, ZZ-Top, Coldplay und anderen. Und zum Mitsingen des Refrains lud das Gitarrenduo nicht nur bei „Time After Time“ von Cyndi Lauper ein.
„Axel F.“ sorgt für Begeisterung
Mit riesiger Begeisterung reagierte das Publikum auf die Filmmusik „Axel F.“ aus „Beverly Hills Cop“. Die musikalischen Interpretationen auf zwei Flamenco-Gitarren bewegten sich zwischen archaisch anmutendem Gitarren-Flamenco-Sound, zarten träumerischen Klängen und kraftvollen, energiegeladenen sowie schwindelerregenden Passagen.
Dabei fehlten auch die beim Flamenco-Gitarrenspiel mit „Golpe“ bezeichneten perkussiven Schläge auf den Gitarrenkörper nicht.
In den zweiten Konzertteil starteten Alex und Jan mit „Smile“, einem Stück mit mehr als eine Million Klicks bei Spotify, komponiert für eine Gruppe aus dem Odenwald zur Hip-Hop-WM in Glasgow, die den Weltmeistertitel errungen hat.
Zum Mitsingen des Refrains lud „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ von U2 ein, und Jan war begeistert vom Nagolder Publikum. Mit magischen Momenten bezauberte das Gitarrenkonzert „Spain“ und unterstrich damit ihre Liebe zur Authentizität des spanischen Großmeisters der Flamenco-Gitarre, Paco de Lucía.
Zuhörer erheben sich
Über „Volare“ mit kurzen Walzersequenzen erreichte die Atmosphäre unter freiem Himmel bei „Viva La Vida“ von Coldplay die nächste Eskalationsstufe. Nach und nach standen die Konzertbesucher auf, sangen mit und feierten die beiden Ausnahmegitarristen.
Alex und Jan bedankten sich für diesen, ihren vorerst letzten Auftritt in der Nagolder Seminarturnhalle beim ganzen Team, das sie immer gut verwöhnt habe.
Vor zehn Jahren standen sie dort erstmals auf der Bühne. Bereits damals hat der Vorsitzende des Fördervereins, Wolfgang Schäfer mit seinem Team an Café del Mundo geglaubt, die aufgrund ihres internationalen Erfolges künftig größere Tourneen vor sich haben und in großen Konzertsälen, wie der Liederhalle in Stuttgart oder der SAP-Arena in Mannheim auftreten werden. Mit Leonard Cohens „Hallelujah“ sollte der Konzertabend ausklingen, doch erst nach Zugaben, darunter „Highway To Hell“ und dem Gitarren-Arrangement der Filmmusik aus „Forrest Gump“ konnten sich Alexander Kilian und Jan Pascal unter frenetischem Applaus des stehenden Seminarturnhallen-Publikums von der Bühne verabschieden.