Der rund 150 Kilometer lange Kinzigtalsteig führt durch Schenkenzell. Foto: Herzog

Für den Kinzigtalsteig wird die Gemeinde mehrere eigene Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und des Bekanntheitsgrads umsetzen.

Der Kinzigtalsteig ist ein neuer Fernwanderweg mit einer Länge von rund 150 Kilometer, der in zehn Etappen zurückgelegt werden kann. Er führt durch 13 Gemeinden im oberen und mittleren Kinzigtal, darunter Schenkenzell, und soll am 11. Oktober eröffnet werden. Derzeit liefen die Vorbereitungen hierfür auf Hochtouren, Wegmarkierungen seien bereits erfolgt, wie Tourist-Infoleiter Colin Ring in der Sitzung des Gemeinderats berichtete.

 

Weitere Arbeiten seien voll im Gange. Idealerweise falle der Termin auf den Sonntag, an dem in Wittichen das traditionelle Luitgardfest stattfinde. Für Schenkenzell sei eine Thementafel am Kloster Wittichen geplant, die sich mit der Graböffnung der einstigen Klosterfrau befasse.

Es sei gelungen, für die Umsetzung sogenannter Trailmarker zwischen Schramberg und Schenkenzell sowie zwischen Schenkenzell und St. Roman Sponsoren zu gewinnen, informierte Ring.

Nachdem die Sanierung der Abzugshaube an der Staufenkopfgrillhütte für 2850 Euro bereits abgeschlossen sei, läge nun ein Maßnahmenkatalog der Firma Tour-Konzept vor. Dieser beinhalte einheitliche Vorschläge zur infrastrukturellen Ausstattung entlang des Kinzigtalsteigs.

Die beteiligten Kommunen würden dies individuell noch mit eigenen Maßnahmen ergänzen, schilderte der Tourist-Infoleiter.

Installation von Foto-Spot

Die Verwaltung schlage die Installation eines Foto-Spots aus witterungsbeständigem Stahl mit Blick über Schenkenzell an der Staufenkopfgrillhütte für rund 2000 Euro vor. Entschieden werden müsse noch, ob dies im Hoch- oder Querformat geschehen soll.

Um die Sitzbänke entlang des Steigs auf Gemarkung Schenkenzell aufzuwerten, sei geplant, das Bollenhut-Motiv in die Holzoberfläche einzufräsen und mit ökologischer Leinölfarbe zu streichen. Die Verwaltung schlage die Umsetzung bei gut der Hälfte der 13 Sitzbänke vor. Hierfür fielen Kosten von etwa 2300 Euro an.

Des Weiteren werde empfohlen, den bestehenden Schaukasten am Bahnhof durch eine Wandertafel zum Kinzigtalsteig zu ersetzen. Die Rückseite könnte zu einem späteren Zeitpunkt mit Informationen zum Kinzigtal-Radweg ergänzt werden. Diese Ausgaben bezifferte Ring mit 2070 Euro ohne Lieferung.

Bereits eingeplante Mittel

Der übrig gewordene Schaukasten soll an der Boule-Anlage in Heilig-Garten neu aufgestellt und mit Spielregeln ausgestaltet werden. Angesichts von etwa 9220 Euro anfallenden Kosten versicherte Ring den Gemeinderäten: „Die geschilderten Maßnahmen sind innerhalb der im aktuellen Haushaltsplan eingestellten Mitteln von 15.000 Euro gut umsetzbar“.

Einstimmig befürwortete das Ratsgremium die von der Verwaltung vorgestellten Maßnahmen umzusetzen.