Beim Bauen des Zubers sind dieses Jahr Vater und Sohn gemeinsam am Werk: Frank King und Marcus King (von links) bauen ihren Zuber und bereiten ihn für die große „Da-Bach-na-Fahrt“ vor. Das Motto ihres Teams lautet „Abrissstadt Schramberg“. Foto: Jambrek

Reichlich zu tun haben derzeit die „Da-Bach-na-Fahrer“ der Narrenzunft Schramberg. In einem Zuber für die große Fasnetsfahrt stecken etwa 30 bis 120 Stunden handwerkliche und kreative Arbeit.

Dieses Jahr geht ein ganz besonderes Team an den Start: Marcus King und Frank King gehen gemeinsam an den Start. Die beiden sind Vater und Sohn und beide begeisterte „Da-Bach-na-Fahrer“. Für den 27-jährigen Marcus King ist es die zehnte Fahrt. Für den 53-jährigen Frank King die 25. Fahrt. Das nahmen die beiden zum Anlass dieses Jahr gemeinsam in einem Team zu fahren und die sonstige Teampartnerschaft zu pausieren.

 

Gemeinsam werkeln die beiden beim Redaktionsbesuch wie acht andere Teams im ehemaligen Kreiskrankenhaus an ihrem Zuber. 32 Teams hingegen werkeln zuhause in ihren Kellern und Garagen. Das wichtigste Werkzeug dabei ist für die Zuberbauer der Akkuschrauber.

„Abrissstadt Schramberg

Das Motto ihres Zubers dürfte dabei erst kurz vor der Fahrt und am Schluss der Arbeiten so richtig sichtbar werden: Es geht um die „Abrissstadt Schramberg“.

Die beiden fordern einen freien Blick vom Schramberger Rathaus zur Schiltach, wo auch die große Fasnetsfahrt stattfindet. Das erfolge in freier Anlehnung an die in der Marktstraße in Nachbarschaft des Rathauses abgerissenen Gebäude, führt Frank King aus.

Viele der bei der „Da-Bach-na-Fahrt“ eindrucksvollen Elemente des Mottos seien aus Styropor oder Pappmaschee gefertigt, sagt Frank King.

Auch ein weiteres Team nimmt den Abriss auf die Schippe und würde statt eines Platzes mit Bäumen wie die Stadt Schramberg es vorsieht, dort gerne einen Minigolfplatz einrichten, wie es ihn ehemals im Park der Zeiten gab. Das Motto lautet in Anlehnung an die Sportstättenbefragung keck „Minigolf ist unser Sport“.

Im ehemaligen Kreiskrankenhaus bauen einige der „Da Bach na“-Fahrer ihre Zuber. Foto: Jambrek

Vorgaben für den Zuberbau

Traditionell haben alle der dieses Jahr insgesamt 84 Fahrer drei Wochen lang Zeit ihren Zuber für die „Da-Bach-na-Fahrt“ zu bauen und kreativ vorzubereiten. Dabei gibt es auch ein paar Vorgaben, etwa zwecks der Höhe oder der Umweltverträglichkeit der Materialien, so dass die Brücke auf der Fahrstrecke sicher passiert werden kann, erläutert Marcus King.

„Die Geschwindigkeit des Zubers kann anders als bei einer Seifenkiste nicht wirklich beeinflusst werden, da sie vor allem von der Menge des Wassers im Bach abhängig ist“, führt Marcus King aus. Je nach Wasserstand könne eine Fahrt etwa vier bis acht Minuten gehen, ergänzt Frank King.

Wer nun so richtig Lust auf die „Da-Bach-na-Fahrt“ bekommen hat, kann sich gerne am Tag der Fahrt an den Bach stellen und zuschauen. Drei Tribünen, für die Karten verkauft werden, sind ebenfalls eingerichtet.

Wer einmal selbst bei der „Da-Bach-na-Fahrt“ mitfahren möchte, kann sich an Tobias Wernz unter Telefon 07403/2 11 72 60 wenden. Kommendes Jahr können Neulinge noch dazustoßen.

„Bei zu vielen Anmeldungen werden die Startplätze verlost“, erläutert Marcus King. Zuletzt sei ein Auslosen jedoch nicht erforderlich gewesen, sondern alle Interessenten hätten einen Zuschlag für einen Startplatz erhalten.

Ablauf der „Da-Bach-na-Fahrt“

Tag der Fahrt:
 Am Fasnetsmontag, 12. Februar steht die „Da-Bach-na-Fahrt“ an. Beginn der Fahrt ist um 13 Uhr auf der Höhe des Busbahnhofs.

Rahmenprogramm
: Dieses startet bereits gegen 9.30 Uhr mit einem feierlichen Zuberumzug durch die Innenstadt. Mehrere Musikvereine bringen sich dazu ebenfalls ein.

Fahrer und Strecke:
Dieses Jahr gehen 84 Fahrer an den Start. Die Strecke der Fahrt umfasst rund 500 Meter.