Die SG Dornstetten (weiß-schwarze Trikots) empfängt am Snnntag die SG Felldorf/Bierlingen. Foto: Fritsch

In der Bezirksliga Nordschwarzwald fährt die SG Felldorf/Bierlingen mit großen Personalsorgen nach Dornstetten.

Der 22. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald bringt am Sonntag unter anderem das interessante Duell zwischen dem 14. der Tabelle dem Aufsteiger SG Dornstetten und dem Ranglistenneunten SG Felldorf/Bierlingen, der sich trotz einer positiven Bilanz von sieben Siegen, acht Unentschieden und sechs Niederlagen noch längst nicht mit den Planungen mit einer weiteren Bezirksligasaison beginnen kann, mit sich.

 

Respekt vor dem Gegner

„Der erste Blick in der Tabelle geht nach hinten“, verrät Felldorfs Co-Spielertrainer Lukas Baur. Das Hinspiel gewann die SG Felldorf/Bierlingen mit 2:0. „Gegen Dornstetten ist es immer schwer. Das ist unser Angstgegner, gegen den wir in den letzten Jahren nur selten Punkte geholt haben“, hat Baur großen Respekt vor dem Duellanten. „Die SG Felldorf/Bierlingen ist eine kampfbetonte und spielstarke Mannschaft die hinten kompakt steht und vor allem mit Thomas Baur vorne gefährlich ist. Das wird ein harter, aber durchaus machbarer Brocken“, meint Dornstettens Trainer Kai Totzl, dessen Team nach dem neunten Spielplatz noch auf dem vierten Platz lag.

„Es war ein großer Sprung von der Kreisliga A zur Bezirksliga, aber der momentane 14. Tabellenplatz spiegelt unser Können nicht wider. Bezüglich des Klassenerhalts sind wir zuversichtlich, da wir die spielerische Qualität haben oben zu bleiben“, meint Totzl. „Zuletzt hatten wir auch Pech mit Verletzungen. Neben Niklas Haas mit seinem Kreuzbandriss wird zukünftig auch Kapitän Christopher Haas ausfallen und wir haben zudem unter anderem Spiele in der sechsten Minute der Nachspielzeit der zweiten Hälfte verloren. Zudem sind wir ein junges Team, dem etwas die Erfahrung und die Cleverness fehlt“, geht Totzl auf Gründe für den Sinkflug ein.

Fünf Partien ohne Sieg

Doch auch bei der SG Felldorf/Bierlingen lief zuletzt nicht alles rund. Vor dem jüngsten 5:0 gegen den VfL Nagold II, bei dem laut Baur der Gegner einen „schlechten Tag“ erwischt hatte, gab es nach der Winterpause fünf Partien ohne Sieg. „Unsere Personallage ist aufgrund vieler kranker und verletzter Spieler schon seit Wochen verheerend. Auch gegen Dornstetten drohen wieder mindestens vier, fünf Ausfälle“, erörtert Baur. „Wir holen momentan das Maximum aus dieser Situation heraus. Zusammenhalt zeichnet uns aus. Wir verteidigen zudem konsequent und gut und lassen nur wenig gegnerische Torchancen zu. Gegentore entstehen meistens aus Standardsituationen und eigenen Fehlern. Unser Problem ist allerdings, dass wir meistens zu wenig Chancen herausspielen und diese auch noch schlecht nutzen“, benennt Baur die Stärken und Schwächen seiner Elf.

Nach dem fulminanten 5:5 gegen den VfL Nagold II am Mittwoch geht es nur vier Tage später für den SV Wittendorf gegen das Mittelfeldteam aus Eutingen. Die abstiegsgefährdete SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee steht zuhause gegen den SV Gültlingen auf dem Prüfstand. Noch schlechter sieht die Lage beim Tabellenvorletzten TSF Dornhan aus, der ausgerechnet in dieser misslichen Lage auf das Spitzenteam aus Baiersbronn trifft. Grün-Weiß Ottenbronn wurde nach dem Kreisliga-A-Aufstieg 21/22 zuletzt zweimal Dritter und einmal Siebter, kommt in dieser Runde aber nie so richtig in Schwung und belegt momentan den zehnten Tabellenplatz. Gegen den Drittplatzierten 1. FC Altburg könnte die neunte Saisonniederlage bittere Realität werden.

Unerwartet viel Mühe

Spitzenreiter VfR Sulz hatte beim 2:0 im Hinspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht TSV Möttlingen unerwartet viel Mühe mit dem Widersacher und hofft dieses Mal auf weniger Arbeit. Nicht so leicht wird es der schärfste Verfolger SF Gechingen gegen den forschen Neuling SG Oberreichenbach/Würzbach haben und im Duell zwischen dem VfL Nagold II und dem SV Althengstett treffen zwei Sorgenkinder der Staffel aufeinander. Vor allem die Nagolder bekommen ihre Bude nicht zugenagelt, schon 57 Gegentreffer mussten hingenommen werden.

SV Wittendorf - VfL Nagold II 5:5 (4:3). Tore: 1:0 (2.) Marco Sumser,1:1 (4.) Chris Wolfer, 1:2 (7.) Chris Wolfer, 1:3 (23.) Ibrahim Büyükköse, 2:3 (28.) Marco Sumser, 3:3 (35.) Marco Sumser (Elfmeter), 4:3 (36.) Marco Sumser, 4:4 (48.) Dorian Hrubik, 5:4 (51.) Dominik Schillinger, 5:5 (63.) Matthias Rauser. Ein echter Knaller war das torreiche Spiel zwischen dem SV Wittendorf und dem VfL Nagold II. Beide Teams gaben von Beginn an Vollgas und bereits nach sieben Minuten stand es 2:1 für die Nagolder Reserve, für die Ibrahim Büyükköse in der 23. Minute sogar auf 3:1 einstellte, ehe Wittendorfs Marco Sumser, der sich bereits für den 1:0-Führungstreffer seiner Elf verantwortlich zeigte, innerhalb von acht Minuten einen Hattrick schnürte. Die zweite Hälfte begann genau genauso atemberaubend mit Treffern von Nagolds Dorian Hrubik und Wittendorfs Dominik Schillinger. In der 63. Minute stellte Gästespieler Matthias Rauser auf 5:5 ein. Durch das Remis übernahm der SV Wittendorf den vierten Tabellenplatz vom SV Baiersbronn. Der VfL Nagold II verbleibt auf dem zwölften Rang.