Auf dem Weg zum Europapokalspiel in Mainz wurden Fans von Racing Straßburg „ungewöhnlich lange“ kontrolliert, beklagt der Verein in einer Stellungnahme.
Es war ein Abend zum Vergessen für den französischen Erstligisten Racing Straßburg. Im Viertelfinalhinspiel der Elsässer im nur rund 200 Kilometer entfernten Mainz setzte es am Ende eine 2:0-Niederlage.
Die Hoffnungen auf den Einzug ins Europapokal-Halbfinale haben damit eine Woche vor dem entscheidenden Rückspiel im Meinau-Stadion einen herben Dämpfer erlitten. Das Rückspiel dürfte dennoch auf jeden Fall hitzig werden – das zeigte bereits eine Rudelbildung mit Abpfiff, die mehrere Gelbe Karten nach sich zog.
Für zahlreiche Fans war die Reise aus dem Elsass ins nahe gelegene Mainz auch aus einem anderen Grund wenig erfreulich. Denn beim Übertritt der Grenze zu Deutschland in Rheinland-Pfalz sollen zahlreiche Racing-Anhänger von der Polizei langwierigen Kontrollen unterzogen worden sein. Acht Busse wurden laut der französischen Zeitung „Dernières Nouvelles d’Alsace“ von der Polizei nach der deutsch-französischen Grenze angehalten und kontrolliert.
Anreise zahlreicher Racing-Fans dauert deutlich länger
Darüber berichtet auch der französische Verein in einer Stellungnahme auf seiner Homepage. „Die außergewöhnlich langen Sicherheitskontrollen beeinträchtigten die Ankunft einiger der 2300 Straßburger Fans, die angereist waren, um ihr Team beim Europapokal-Viertelfinale zu unterstützen, erheblich“, heißt es dort.
Verein arbeiten mit den Behörden zusammen
Nachdem der Verein von der Situation erfahren habe, habe man „umgehend“ reagiert und „arbeitete eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Fans eine möglichst reibungslose Anreise zu ermöglichen“, schreibt Racing Straßburg. Gleichzeitig sei in Mainz „trotz dieser schwierigen Umstände“ ein Fanmarsch zum Stadion organisiert worden, so der Verein. Einige Fans verpassten diesen Marsch jedoch aufgrund der Kontrollen.
Immer wieder Probleme für Gästefans bei Europapokal-Spielen
Im Rahmen von Europapokal-Spielen kam es in dieser Saison in mehreren europäischen Ländern immer wieder zu Problemen und Ausschreitungen zwischen Gästefans und der Polizei. Auch Anhänger des FC Bayern München sowie die beiden baden-württembergischen Vertreter SC Freiburg und VfB Stuttgart waren in dieser Saison bereits betroffen.
Mainzer Polizei widerspricht Gerüchten um Messerangriff im Stadion
In Mainz selbst soll es am Donnerstag derweil zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen sein. Die dortige Polizei sah sich jedoch dazu gezwungen, per Pressemitteilung einem Gerücht aus den Sozialen Medien zu widersprechen. Im Netz wurde von einem angeblichen Messerangriff unter Fans in der Mewa-Arena gesprochen.
„Die Polizei Mainz stellt klar, dass es zu keinem derartigen Messerangriff gekommen ist. Entsprechende Behauptungen stellen Falschinformationen dar. Die Polizei bittet darum, insbesondere in sozialen Netzwerken verantwortungsvoll mit Informationen umzugehen und keine ungeprüften Inhalte weiterzuverbreiten“, heißt es in der Pressemitteilung.