Feiern den Siegtreffer gegen Mainz: Torschütze Lucas Höler (rechts) und Vorlagengeber Matthias Ginter. Foto: Torsten Silz/dpa

Nach der 3:0-Gala im Europapokal hat der SC Freiburg auch in Mainz gewonnen. Die Verletzung von Johan Manzambi bereitet Trainer Julian Schuster allerdings Sorgen.

Auch wenn die Temperaturen zu Wochenbeginn im sonnenverwöhnten Freiburg etwas anderes sagen: Die zweite Aprilhälfte für den SC Freiburg wird heiß. In einer außergewöhnlichen Europa-League-Saison winkt am Donnerstag im spanischen Vigo das Halbfinale. Eine Woche später kämpfen die Breisgauer gegen den VfB Stuttgart um den zweiten DFB-Pokalfinal-Einzug der Vereinsgeschichte.

 

Es dürfte den ein oder anderen Verein geben, der in der Bundesliga in einer solchen Situation vorübergehend den Schongang einlegt. Das jedoch kann sich der Sport-Club, der auch in dieser Saison wieder um die Qualifikation fürs internationale Geschäft kämpft, gar nicht erlauben. Und so wurde das Auswärtsspiel am Sonntag beim FSV Mainz 05 zum Charaktertest, den die Freiburger mit Bravour bestanden.

Erst am Donnerstag waren beide Teams noch international erfolgreich gewesen und hatten so die Hoffnungen der Bundesliga auf einen fünften Champions-League-Startplatz am Leben gehalten. In der Liga schielten vor dem Spieltag noch beide Mannschaften auf die Top sieben.

Lucas Hölers Tor sorgt für knappen Auswärtssieg

Durch den knappen 1:0-Sieg der Freiburger in Mainz am Sonntagabend scheint nun allerdings alles auf einen Zweikampf um Platz sieben zwischen den Breisgauern und Eintracht Frankfurt hinauszulaufen. Jener Platz sieben würde nach Lage der Dinge mindestens zur Teilnahme an der Conference League berechtigen. Je nach finaler Uefa-Jahreswertung und der Konstellation im DFB-Pokal könnte der Siebte in der kommenden Saison gar Europa League spielen.

Die Freiburger, derzeit Achter mit zwei Punkten Rückstand auf Frankfurt, haben zudem in den zwei Pokalwettbewerben noch die Chance, sich fürs internationale Geschäft zu qualifizieren.

Im Europapokal will man Schritt für Schritt denken

So weit will man im Breisgau allerdings noch nicht denken. Denn zunächst steht am Donnerstag das schwere Rückspiel bei Celta Vigo (Hinspiel: 3:0 für den SC) an. „Wir haben zwei von vier Halbzeiten gespielt, und mit denen waren wir sehr zufrieden. Aber jetzt ist noch nicht der Moment, um zu genießen“, sagte Trainer Julian Schuster schon vor dem Spiel am Sonntag bei DAZN.

Sorgen um Johan Manzambi

Dank des Siegtreffers von Lucas Höler kurz nach der Halbzeitpause fahren die Freiburger aber mit einem guten Gefühl nach Spanien. „Siege helfen immer. Ich glaube, es wird einfach ein ganz anderes Spiel. Aber Siege helfen und in der Liga sind wir wieder voll da und in den Pokalwettbewerben auch“, sagte Vorlagengeber Matthias Ginter, der lange Zeit mit blutender Nase gespielt hatte und erst kurz vor Schluss raus musste.

Sein Mitwirken am Donnerstag dürfte nicht ernsthaft in Gefahr sein. Etwas mehr Sorgen bereitete dagegen Johan Manzambi, der einen Schlag aufs Knie bekam. „Er hat gleich gesagt, dass es ein Schlag war. Deshalb sind wir da sehr zuversichtlich“, sagte Julian Schuster über einen seiner wichtigsten Offensivspieler, der zuletzt in bestechender Form war.