Auch in Stuttgart gefordert: Johan Manzambi vom SC Freiburg. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Nach dem Arbeitssieg gegen Heidenheim warten auf den SC Freiburg mehrere Höhepunkt. In diesen geht es in den kommenden Wochen gleich um zwei Finaleinzüge.

Wie stressig die vergangenen Tage und Wochen für Spieler und Funktionsteam des SC Freiburg gewesen sein dürften, versuchte Trainer Julian Schuster nach dem 2:1-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim anschaulich zu beschreiben. „Wir haben heute Morgen final unsere offensive Herangehensweise besprochen. Das ist anspruchsvoll, wenn man dann auf die Qualität trifft“, sagte der Freiburger Coach nach dem Spiel am Sonntag.

 

Noch am Donnerstagabend war er mit seiner Mannschaft an der Nordwestküste Spaniens unterwegs und feierte am Ende den Einzug ins Europa-League-Halbfinale. Viel Arbeit also für ihn, seine Trainerkollegen und die Spieler. „Wir sind weit davon entfernt, uns darüber zu beschweren“, sagte Schuster und lobte den Fokus seiner Mannschaft, die zuletzt viel Zeit im Meetingraum verbrachten.

Und auch in den kommenden drei Wochen dürften Schuster und Co. wieder einige Zeit vor Bildschirmen und auf Reise verbringen. Denn nach den beiden englischen Wochen zuletzt warten gleich drei weitere Donnerstagsspiele auf die Freiburger, die neben dem neuen und alten Deutschen Meister FC Bayern München die einzige Mannschaft ist, die noch in allen drei Wettbewerben vertreten ist.

In einer solchen Situation war der SC Freiburg noch nie

Eine nie da gewesene Situation für den Sport-Club Ende April, der sich kaum einer entziehen kann. „Es kribbelt brutal, ich habe so etwas ja noch nie erleben dürfen“, sagte etwa Stürmer Igor Matanovic vor DFB-Pokal-Halbfinale gegen den VfB Stuttgart am Donnerstag (20.45 Uhr/Sky und ARD). In der Landeshauptstadt geht es am ungewöhnlichen Pokalspieltag um den Finaleinzug. 2022 waren die Freiburger schon einmal in Berlin, die Erlebnisse sind bei vielen im Breisgau bis heute präsent.

In der „heißen Phase“

Schon allein ein solches Spiel würde für Anspannung und Vorfreude in und um den Verein sorgen. Dass der SC Freiburg in der Woche drauf auch noch in der Europa League gegen Braga um den Einzug ins Endspiel kämpft, macht die „heiße Phase“, wie es Abwehrchef Matthias Ginter formulierte, perfekt.

Vier Siege nacheinander

Passend dazu befindet sich der SC Freiburg nach der Länderspielpause in guter Form. Schon gegen Bayern hätten die Südbadener mindestens einen Punkt verdient gehabt, danach gab es wettbewerbsübergreifend vier Siege. Damit in Stuttgart am Donnerstag der fünfte Erfolg in Serie gelingt, dürften Spieler und Trainer wohl auch diese Woche einige Zeit im Meetingraum verbringen.