Nach der spektakulären Aufholjagd gegen den SC Freiburg ist der FC Bayern München bereit für Real Madrid. Die große Frage: Wird Torjäger Harry Kane rechtzeitig fit?
Bayerns Trainer Vincent Kompany höchstpersönlich hatte vor dem Spiel des Rekordmeisters in Freiburg den Fokus auf eben jenes Bundesliga-Spiel legen müssen. Denn natürlich überstrahlte medial schon in den Tagen zuvor das Gigantenduell mit Real Madrid am Dienstag (21 Uhr/Prime Video) in der Königsklasse die Begegnung im Breisgau.
Ob die elf Bayern-Spieler auf dem Feld dann auch zunächst mit ihren Gedanken bereits im Bernabéu waren? Eine abschließende Antwort darauf wird es wohl nicht geben, zumindest jedoch gab es auf dem Rasen Anzeichen. „Wir waren unsauber. Wir waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte FCB-Sportvorstand Max Eberl in den Katakomben des Freiburger Stadions und bezog sich dabei vor allem auf die ersten 70 Minuten der Partie, in denen man es „nicht so gut gemacht“ habe.
Denn bis zu diesem Zeitpunkt war der SC Freiburg die bessere Mannschaft. Und die Bayern? Besannen sich dann doch noch einmal auf ihre Stärken, kamen zurück und trafen in der 99. Minute durch Lennart Karl zum viel umjubelten 3:2.
Max Eberl lobt die Moral der Bayern
„Du hast einfach gemerkt, auch bis zur Tribüne hoch, wir wollen dieses Spiel nicht verlieren“, lobte Eberl die Moral der Münchener Mannschaft. „Wir hätten leicht sagen können: Okay, jetzt ist am Dienstag Real Madrid – das ist ein leichter Gedanke. Das hat die Mannschaft nicht einmal aufkommen lassen und das ist bewundernswert“, so der Sportvorstand weiter.
Steigerung muss her
Für den Doppeltorschützen Tom Bischof war es am Ende gar das „perfekte Spiel“ vor dem Kracher in der Champions League. „Das schweißt uns brutal zusammen“, sagte Bischof weiter – wohlwissend, dass man sich gegen Madrid spielerisch deutlich steigern muss.
Dass sich die Münchener am Samstag gegen starke Freiburger extrem schwer taten, hatte wohl auch mit dem Fehlen eines Mannes zu tun: Harry Kane hatte die Reise in den Südwesten angeschlagen nicht angetreten. Er wurde von Serge Gnabry vertreten. Der deutsche Nationalspieler ließ sich ganz im Stile seines Teamkollegen oft tief fallen – hatte jedoch nicht den Impact wie der Engländer. In Erinnerung blieb vor allem Gnabrys kurioses Outfit beim Jubel nach der Partie, als er eine Hose mit dem Gesicht von Leon Goretzka anzog und für die Kameras posierte.
Das war jedoch nur eine Randnotiz – im Gegensatz zur Personalie Harry Kane, dessen Mitwirken in Madrid am Dienstagabend für die Bayern von elementarer Bedeutung ist. Eberl konnte zumindest vorsichtigen Optimismus versprühen: „Es ist nichts Dramatisches. Wir glauben daran, dass es gut wird.“