Jordy Makengo (rechts) bekam es im Hinspiel viel mit Leverkusens Arthur zu tun. Der Brasilianer hat sich vergangene Woche schwer verletzt. Foto: Marius Becker/dpa

Der SC Freiburg empfängt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) Bayer Leverkusen und will seine Bilanz gegen die stärksten Teams aufbessern. Dafür hat man wieder mehr personelle Alternativen.

Gut gelaunt war Julian Schuster, Chefcoach des SC Freiburg, auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen. „Nicht nur die Sonne scheint, auch personell haben wir wieder mehr Möglichkeiten“, frohlockte der 40-Jährige.

 

So sind Jan-Niklas Beste und Johan Manzambi nach ihren Sperren wieder spielberechtigt. Angesprochen auf die Startelfchancen der beiden Akteure wollte sich Schuster nicht direkt in die Karten blicken lassen. Zwischen den Zeilen gelesen, dürften sie aber gute Chancen haben. Positive Neuigkeiten gibt es zudem von Lukas Kübler und Philipp Lienhart. Während Ersterer noch leicht dosiert trainiert, sagt Schuster über Lienhart: „Er hat in dieser Woche bisher komplett mittrainiert. Das ist die Grundlage für einen Einsatz.“

Respekt vor Bayer Leverkusen

Die Erfahrung des Österreichers könnte im Duell mit Bayer Leverkusen durchaus von Vorteil sein. Die „Werkself“, welche ihr Nachholspiel am Mittwochabend in Hamburg verdient mit 1:0 gewann, ist voll in das Rennen um die Plätze in der Champions League involviert. „Ich habe mir ihre jüngsten Ergebnisse angeschaut und mich schon gefragt, wo denn die Krise sein soll. Trotz personeller Probleme steht da genügend Qualität auf dem Platz“, so Schuster.

Eine „neue Chance“

Hinzu kommt, dass der SC gegen die Top-Teams bekanntermaßen seine Probleme hat. Nur sechs der 33 Zähler in dieser Spielzeit wurden gegen Teams gesammelt, die in der Tabelle vor den Freiburgern stehen. Auch Schuster und Co. kennen diese Thematik, abschrecken tut ihn die Statistik aber keineswegs: „Die Köpfe gingen jetzt diese Woche im Training nicht automatisch nach unten. Wir sehen dies wieder als neue Chance und haben in dieser Saison gerade zu Hause schon gegen gute Teams bestanden.“

So gab es neben dem 3:1-Erfolg über den VfB Stuttgart auch Unentschieden gegen Dortmund, Hoffenheim und Frankfurt. In der Vorsaison war man im heimischen Stadion kurz vor einem Sieg gegen Leverkusen – es wäre seinerzeit ein riesiger Schritt in Richtung Champions League gewesen. Florian Wirtz und Jonathan Tah stellten spät noch auf 2:2.

Ein spielstarker Gegner

Diese beiden Akteure werden den Breisgauern am Wochenende definitiv nicht weh tun. Trotzdem wird das Team von Kasper Hjulmand sehr gute Fußballer auf den Platz bringen. Schuster erklärt: „Sie sind spielstark, und finden da immer wieder gute Lösungen, speziell über das Zentrum. Da bedarf es für uns viel Aufwand gegen den Ball. Außerdem bringen sie eine große Flexibilität mit.“

In Hamburg stellte man am Mittwoch beispielsweise recht überraschend auf eine Viererkette um. Hjulmand lobte: „Unser Pressing war sehr viel besser.“

Note 2-3

Die Freiburger sind nach dem 0:2 in Frankfurt wieder auf den 8. Rang zurück gerutscht, spielen aber trotzdem eine beachtliche Saison. Angesprochen darauf, welche Note Schuster seinem Team bis dato geben würde, sagte er: „Wir haben eine gute Grundlage gelegt. Ich bin zufrieden mit sehr vielen Dingen. Daher würde ich uns wohl eine 2-3 geben.“

Und schmunzelnd fügte er noch hinzu: „Wir wollen nun natürlich schauen, dass es am Ende in Richtung 2 geht.“ Dafür würden Punkte gegen Bayer Leverkusen schon einmal enorm helfen. Zudem geht es dann am Donnerstag auch europäisch weiter, wenn man beim KRC Genk in Belgien bestehen will. Da trifft es sich umso besser, dass der Kader wieder voll bestückt ist.