Nach dem Sturz der Regierung Mario Draghis will Giorgia Meloni mit ihrer Partei Fratelli d’Italia eine Allianz der Rechten mit Silvio Berlusconis Forza Italia und Matteo Salvinis Lega schmieden. Foto: Imago//Piero Tenagli

Italiens Parteien haben letzte Woche auf geradezu frivole Weise Mario Draghis Rücktritt provoziert. In Europa fragt man sich: Sind die Italiener eigentlich noch bei Trost? Die Antwort lautet: Die meisten Italiener schon – es ist das System, das verkommen ist.

Silvio Berlusconi, vor wenigen Monaten noch im Krankenhaus und politisch totgesagt, ist wieder da. „1000 Euro Mindestrente für alle!“, verspricht er im Wahlkampf, der seit dem Rücktritt von Premier Mario Draghi auf Hochtouren läuft. 1000 Euro – das entspräche fast einer Verdoppelung des bisherigen Betrags. Und: „Jedes Jahr eine Million Bäume pflanzen!“, legt der Cavaliere nach, der nun offenbar den Klimawandel als Wahlschlager entdeckt hat. Und natürlich fehlt sein Evergreen nicht: „Kampf der Unterdrückung durch Steuern und Bürokratie!“ Für den 85-jährigen vierfachen Ex-Regierungschef waren Wahlkämpfe schon immer ein Jungbrunnen. Früher hatte er versprochen, dass seine Regierung den Krebs besiegen werde, falls er gewählt würde.

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