Walter-Borjans und Saskia Esken sollen an Parteispitze gewählt werden. Reaktionen auf Twitter
Berlin/Calw/Freudenstadt - Nach der Urwahl ist vor dem Parteitag: Bei der SPD geht es am Freitag erneut zur Sache: Dann sollen Walter-Borjans und Saskia Esken offiziell an die Parteispitze gewählt werden.
schwarzwaelder-bote.de hat sich vor dem mit Spannung erwarteten Termin auf den Twitter-Accounts der SPD-Bundestagsabgeordneten umgesehen. Die Parteikollegen sehen einen Verbleib in der Großen Koalition ohne neue Forderungen sehr kritisch.
Hilde Mattheis, zuständig für den Wahlkreis Ulm, nimmt auf Twitter einen "revolutionären Neuanfang" ins Visier. Sie mahnt gleichzeitig: "Jetzt haben wir auf dem #BPT die historische Chance eben diesen einzuleiten. Kleinreden, zurückrudern oder einknicken sind keine Optionen, Genoss*innen!"
Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt davor, unglaubwürdig zu werden. Er schreibt: "Es kann nicht sein, daß wir mit GroKo Kritik in Ämter gewählt werden, um dann, einmal im Amt, ohne Verbesserungen der Lage in der GroKo weiter zu machen." So gelinge der SPD kein Neuanfang.
Auf lokale und internationale richtet Niels Annen, Abgeordneter für den Wahlkreis Hamburg-Eimsbüttel, seinen Blick. Der 46-Jährige verspricht dem designierten Führungsduo Esken und Borjans "die Unterstützung der ganzen Partei". Und meint: "Angesichts der Lage in der EU, aber auch mit Blick auf die Wahlen in Hamburg, ist es jetzt umso wichtiger, dass das neue Führungsduo rasch Klarheit über den künftigen Kurs herstellt."