Der Ruster Trainer Lucca Größer (Zweiter von links, zusammen mit Spieler Matteo Größer) sowie der Fautenbacher Coach Christian Schweiger (Zweiter von rechts, zusammen mit Spieler Philipp Jörger) wollen den Bezirkspokal am Sonntag gewinnen. In der Mitte zeigt Moderator Manfred Schäfer das Objekt der Begierde. Foto: Lübke

Nur noch wenige Tage, dann steigt das Endspiel um den Bezirkspokal. Am Platz des FC Ottenheim haben Rust und Fautenbach Einblicke in die Vorbereitung gegeben.

Wer gewinnt den Bezirkspokal? Am Pfingstsonntag wird diese Frage auf dem Sportplatz des FC Ottenheim geklärt. Dann stehen sich der SV Rust und der SV Fautenbach bei den Herren und der SV Appenweier sowie die SG Renchtal bei den Frauen gegenüber. Bei der Pressekonferenz am Finalort am Montagabend trafen sich die Konkurrenten schon einmal zum verbalen Schlagabtausch.

 

Kampfansagen gab’s am Sportplatz nicht zu hören, aber siegessicher gaben sich alle Beteiligten trotzdem. Auf die Frage von Moderator Manfred Schäfer, wer denn nun das Finale am Pfingstsonntag gewinne, tippte – erwartungsgemäß – jedes Team auf einen eigenen Erfolg. Alle gaben allerdings knappe Tipps ab, was dafür spricht, dass durchaus Duelle auf Augenhöhe erwartet werden.

Im Falle von Rust und Fautenbach untermauert schon ein Blick auf die Statistik diese Annahme: Platz eins und zwei der Bezirksliga treffen aufeinander und in den direkten Ligaduellen gab es jeweils ein Remis. Nun verlangt schon der Modus am Sonntag einen Sieger.

Drei Brüder in einem Team verwirren auch den Moderator

„Rust ist einer der spielstärksten Mannschaften der Liga. Das mussten wir selbst erfahren, als sie uns kürzlich in der Liga richtig eingeschnürt haben. Großen Respekt dafür“, sparte Fautenbachs Trainer Christian Schweiger nicht mit Lob für den Konkurrenten. „Da treffen sich zwei wuchtige Offensivreihen. Daher glaube ich nicht, dass das Spiel nur 1:0 ausgeht.“ In der Ligapartie Ende April gab es in Rust ein 2:2.

Rusts Trainer Lucca Größer berichtete von einer großen Anspannung im Team. „Es wird schwierig, die Intensität im Training jetzt noch höher zu schrauben“, so einer der drei Größer-Brüder beim SVR. Dass es gleich drei Brüder bei den Europa-Park-Kickern gibt, brachte offenbar den Moderator durcheinander. „Ich lese in der Zeitung bei den Torschützen immer nur Größer, Größer, Größer. Gegen Steinach hast du zuletzt ja sogar einen Viererpack geschnürt. Geht da dann auch was im Finale?“, wollte Schäfer von Matteo Größer wissen. Der wies darauf hin, dass diese Taten auf seinen jüngeren Bruder Santino zurückzuführen sind, den mit 38 Treffern mit Abstand besten Torjäger der Bezirksligarunde.

SVR-Vorsitzende erinnert sich an Triumph aus dem Jahr 2011

Ralf Arndt, Vorsitzender des SVR, war ebenfalls bei der Pressekonferenz vor Ort und hatte schon ein Exemplar des extra angefertigten Finaltrikots der Ruster dabei. Die Sonderanfertigung soll unterstreichen, wie wichtig der Wettbewerb für die Ruster ist, obwohl es in der Liga auch noch um den Aufstieg geht. „Wir haben seit 15 Jahren den Pokal nicht mehr geholt. 2011 gab es einen 3:1-Sieg in Ichenheim gegen Freistett. Die Sehnsucht ist groß. Teile meiner Familie wohnen zudem in Ottenheim, daher ist das ein besonderer Finalort für mich. Ich sage nie, ich will nur ins Endspiel. Dann gibt es nur einen Spannungsabfall, wenn das Finale erreicht ist. Ich will den Pokal“, so Arndt am Rande der Pressekonferenz bestimmt.

Personell geht der SV Rust vor dem Finale derzeit etwas auf dem Zahnfleisch. Geraldum Kappa fällt als einer von mehreren Akteuren aus.

Appenweier und Renchtal kennen sich sehr gut
Vor den Herren spielen in Ottenheim ab 13 Uhr die Frauen den Sieger im Bezirkspokal aus. Mit dem SV Appenweier und der SG Renchtal treffen sich zwei Gegner, die sich bestens bekannt sind. Wie Rust und Fautenbach spielen auch beide Damenteams in der Bezirksliga. Das Hinspiel gewann Appenweier mit 4:2 und das Rückspiel Anfang Mai ging mit 4:0 deutlich an die SG Renchtal. Appenweier stand schon 2025 im Endspiel, war damals allerdings der SG Oppenau/Nussbach/Tiergarten mit 1:4 unterlegen. „Die Trainingsbeteiligung steigt. Jede will dabei sein und den Spielerinnen abzusagen, die nicht dabei sein können, sind unangenehme Gespräche“, so SVA-Trainer Florian Reith vor dem Finale.