Am 12. und 13. September ist es wieder so weit. Dann findet in Fischbach die 13. Auflage des 17¾-Stunden-Mofarennens statt. Vor genau 25 Jahren entstand die Idee für dieses Rennen.
Eine Idee, die anfangs viele als „verrückt“ bezeichnet haben, die jedoch von jungen, Motocross-begeisterten Mitgliedern des Jugendclubs und der Guggenmusik „Ohrwürmer Fischbach“ noch im selben Jahr umgesetzt wurde.
Das zunächst als einmalige Aktion geplante Mofa-Langstreckenrennen kam bei den Teilnehmern und Zuschauern jedoch so gut an, dass das Rennen seither alle zwei Jahre organisiert wurde.
Im Laufe der Jahre wurde das Rennen immer größer und umfangreicher und auch professioneller. Um das alles bewältigen zu können, stieß mit dem Musikverein Fischbach ein weiterer Fischbacher Verein dazu.
Ein Teamrennen
Das Rennen ist ein Mofa-Langstrecken-Teamrennen über 17 Stunden und 45 Minuten. Das bedeutet: Gefahren wird mit Mofa-Motoren mit 49 Kubikzentimetern, welche allerdings getunt werden, so dass die Leistung dem Vielfachen des Serienmotors entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit ist beschränkt auf 50 Stundenkilometer.
Dies verlangt ein hohes Maß an Fachkenntnis und sehr viel Geschick und Erfahrung (oder Glück) bei den Mechanikern. Der Rahmen der Fahrzeuge muss von einem Mofa stammen, der dann meist mit Eigenbauten und Teilen von ausgedienten MX-Bikes veredelt wird. Am Start sind maximal 52 Teams. Jedes Team besteht aus höchstens fünf Fahrern, die sich über die gesamte Renndauer beliebig oft abwechseln dürfen. Zusätzlich sind maximal zwei zusätzliche Mechaniker in der Box erlaubt.
Start des gewerteten Rennens ist stets am Samstagabend um 18.15 Uhr, der Zieleinlauf ist am Sonntagmittag um 12 Uhr, so dass die komplette Nacht hindurch gefahren werden muss. Dies macht auch die Einzigartigkeit der Veranstaltung aus. Denn wenn schon knapp eine Stunde nach dem Start die Sonne untergeht, wird die Gelände- und Asphaltstrecke um ein Vielfaches anspruchsvoller, als sie über den Tag hinweg beim freien Training und den Qualifikationsläufen war. Erfahrungsgemäß trennt sich dann „die Spreu vom Weizen“.
Hektische Betriebsamkeit
In der professionell eingerichteten Boxengasse herrscht meist schon kurz nach dem Start hektische Betriebsamkeit, weil die ersten Fahrzeuge nicht mehr so wollen, wie sie sollten. Gewonnen hat dasjenige Team, welches am Ende der Renndauer die meisten Runden gefahren hat. Bei einer Streckenlänge von 2,2 Kilometern und 366 Runden brachte es das Siegerteam bei einem Rennen schon auf über 800 Kilometer.
Gemessen wird das Rennen seit 2014 von der Firma interactive-media aus der Nähe von Stuttgart, die ansonsten im Straßen-, Motocross- und Kart-Rennsport tätig ist und per Transponder jedes einzelne Fahrzeug individuell auswerten kann, so dass über die ganze Renndauer, wie in der Formel 1, auf Monitoren der Rennverlauf eingesehen werden kann.
Ein Besuchermagnet
Das Mofarennen ist mittlerweile weit über die Grenzen von Fischbach hinaus bekannt und zieht stets tausende Besucher an. Unterstützt wird das Event auch von vielen örtlichen Firmen und Organisationen, ohne deren Hilfe das Rennen nicht zu organisieren wäre, allen voran dem Roten Kreuz Fischbach, der Feuerwehr Fischbach und der Paten-Kompanie aus Donaueschingen.