In der Sitzung des Ortschaftsrats Tannheim thematisierte Klaus Limberger ein jahrelanges Ärgernis, als er auf den desolaten Zustand des Gemeindeverbindungswegs nach Herzogenweiler verwies.
Eine steigende Gefahr stellen defekte Bankette und die immer größer und tiefer werdenden Schlaglöcher dar.
Die Folgen könnten gravierend sein und je nach Sonnenstand die Sturzgefahr für Radfahrer und Passanten erhöhen. Auch Fahrzeugschäden seien aufgrund des Zustands der Fahrbahndecke nicht auszuschließen.
Vor allem kommt hinzu, dass die Ortsverbindungsstraße auch als Schulweg für den Busverkehr von Herzogenweiler nach Tannheim dient.
Jahrelanger Wunsch
Ortsvorsteherin Anja Keller verwies darauf, dass die Sanierung der Straße ein jahrelanger Haushaltswunsch sei, dessen Realisierung bislang noch nicht erfolgte. Sie hofft auf eine Sanierung in 2025.
Erfreulich sei die Erneuerung der Fahrbahndecke in Richtung Zindelstein. Einziges Manko sei, dass sie bislang nur auf Tannheimer Gemarkung erfolgte, da die Nachbarstadt Donaueschingen aufgrund der Haushaltssituation auf das Sanierungsvorhaben der Straße auf ihrer Gemarkung verzichtete.
Wildes Parken
Auf Kritik hinsichtlich dem „wilden Parken“ an der Kreuzung der Landesstraße 181 und der Straße nach Überauchen diskutierte der Ortschaftsrat alternativ ein Parkverbotsschild anzubringen, welches dem landwirtschaftlichen Verkehr eine freie Fahrt ermöglicht.
Lob an Ehrenamtliche
In ihrem Jahresrückblick lobte Keller die Bevölkerung für ihre Gemeinschaft, mit der sie in regelmäßigen Abständen beste Werbung für den Ort macht. Als Beispiele nannte sie die Wiedereröffnung des Freibads, die aufgrund des unglaublichen bürgerschaftlichen Engagements auch dem Südwestrundfunk nicht verborgen blieb. Ein TV-Beitrag über das außergewöhnliche Projekt war die Folge.
Der Start des Nachbarschaftsvereins „Herzenssache“ oder das erste Musikfrühstück der Musikkapelle waren weitere Projekte, deren Erfolg ehrenamtlichem Engagement zu verdanken war. Überregionalen Bekanntheitsgrad bekommt Tannheim zudem dank der Nachsorgeklinik, die seit Jahrzehnten mit unterschiedlichsten Projekten von sich reden macht.
Keller berichtete des Weiteren von Zuschüssen für Neuanschaffungen des Schützenvereins und des Deutschen Roten Kreuzes. Zudem bezeichnete sie den engagierten Einsatz der Bevölkerung für den Erhalt der Grundschule in Tannheim als goldrichtig.
Aktuell zählt die Schule 53 Kinder. Weitere 47 Kinder besuchen den Kindergarten, welcher im Vorjahr ein neues Pfahlhaus erhielt. Mit Bedauern nahm sie vom Wechsel in der Kindergartenleitung Kenntnis, die derzeit zur Ausschreibung der leitenden Stelle führt.
2024 standen 57 Zuzügen 64 Wegzüge gegenüber. Das Standesamt registrierte zehn Geburten und zwölf Sterbefälle. Tannheim zählte gegen Ende des Vorjahres rund 1250 Einwohner.