Spannung verspricht die Zukunft der Hornberger Musiker. Im Rahmen der Hauptversammlung verabschiedete sich Interimsdirigentin Jasmin Turobin mit viel Lob.
Gute Neuigkeiten gibt es bei der Stadtkapelle. Die Ausschreibung für einen neuen Dirigenten stieß auf Resonanz, in den kommenden Wochen sind zwei Probedirigate angesetzt. Zuwachs verzeichnen die Jungmusiker. Es hat sich viel bewegt in den vergangenen Monaten. Diese Aufbruchstimmung kennzeichnete auch die Hauptversammlung am Freitag im Gasthaus Tannhäuser.
Dazu gehörte eine kleine Prise Wehmut ob des Abschieds von Interimsdirigentin Jasmin Turobin, die seit April 2025 die musikalische Leitung inne hatte. Mit ihrer positiven Einstellung, gepaart mit Disziplin, brachte sie neuen Schwung ins Orchester. „Sie haben es geschafft, Motivation und Begeisterung bei den Musikern zu entfachen, die auf das Publikum übersprang – eine tolle Leistung“, dankte Bürgermeister Marc Winzer in seinem Grußwort, auch im Namen der Verwaltung und des Gemeinderates.
Jasmin Turobin hat die Musiker gefordert
In ihrem Bericht über die vergangenen Monate fand Turobin lobende Worte für die Musiker. Sie wisse, dass sie die Musiker teilweise an musikalische Grenzen gebracht habe. Doch nur so könne man wachsen. Die Dynamik der Dirigentin hat der Kapelle gut getan, denn sie bescheinigte den Musikern, dass nicht nur tonal und rhythmisch, sondern auch im Zusammenspiel und in der emotionalen Umsetzung der Stücke als Gruppe Fortschritte gemacht wurden. „Einige trauten sich an solistische Stellen heran, andere kamen im eigenen Register mehr aus sich heraus“, ermunterte Turobin dazu, dran zu bleiben. Denn noch sehr viel mehr Potenzial stecke nach wie vor im Kollektiv.
Positiv wertete sie auch, dass „Ehemalige“ wieder in den Reihen der Kapelle Platz genommen haben. Es bleibe zu hoffen, dass diesen weitere folgen. „Gebt der neuen musikalischen Leitung die Chance, euch zu begeistern, so wie ihr es bei mir gemacht habt“, wünschte Turobin den Musikern alles Gute für die Zukunft.
Nach dem Jahresrückblick der Geschäftsführenden Melanie Haag und Fabian Rank sowie den Regularien informierte Haag über den Ablauf der Probedirigate. Die Bewerber werden ein unbekanntes Stück mitbringen und anschließend wird ein von der Kapelle ausgewähltes Stück dem jeweiligen Kandidaten vorgelegt. „Anschließend besteht die Möglichkeit, die Person kennenzulernen – also stellt Fragen, die euch bewegen“, so Haag.
Positives über die Jugendarbeit berichtete Celine Fricke. Weiterverfolgt werden sollen die Kontakte zwischen Bläserklasse, Jugendkapelle und Vereinen. Rahel Achstetter legte das Leistungsabzeichen in Silber und Ivan Semes in Bronze ab. Letzterer gehört zusammen mit Annabell Müller, Nelly Deißler und Zoe Achstetter zu den Neuaufnahmen der Jungmusiker. Vor der Hauptversammlung tagte der Freundeskreis der Stadtkapelle und berichtete über Aktivitäten wie unter anderem das erfolgreiche Sommerfest, das im abgelaufenen Berichtsjahr stattgefunden hatte.
Erste Termine 2026
Die Termine zur diesjährigen Fasnet stehen fest. Die Musiker der Stadtkapelle Hornberg werden an den drei Narrentreffen in Ehingen, Hofstetten und Furtwangen sowie den örtlichen Veranstaltungen teilnehmen. Am Freitag, 23. Januar, ist das erste und am Mittwoch, 28. Januar, das zweite Probedirigat angesetzt. Die Termine des restlichen Jahres werden mit dem künftigen Dirigenten abgestimmt.