Die Talbrücke Neckarburg zwischen Rottweil und Oberndorf wird aktuell saniert – und nicht nur sie. Foto: Otto

Beschwerliche Zeiten für Pendler und Reisende auf der A81 ab Rottweil und Oberndorf. In beide Richtungen warten Baustellen. In Richtung Bodensee sogar eine Vollsperrung.

Wer aus dem Kreis Rottweil in den Raum Stuttgart oder Richtung Bodensee will, den erwarten weitere Baustellen.

 

Schon jetzt gibt es Stau bei Geisingen: Seit heute, Dienstag, wird eine Brücke saniert, der Abschnitt Geisingen – Engen ist voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die L191.

Hintergrund ist laut Autobahn GmbH ein Lagerschaden in einem Teilbauwerk der Brücke in Richtung Singen. Die Gegenrichtung nach Stuttgart ist nicht betroffen. Voraussichtlich am Donnerstagabend soll die Strecke wieder freigegeben werden.

Mega-Kreuzung bei Böblingen wird gebaut

In Böblingen wird am Montag, 16. März, mit dem Bau der neuen „Mega-Kreuzung“ auf Höhe des Bauhofs, Knotenpunkt Wolfgang-Brumme-Allee begonnen. Dies führt zu Behinderungen. Voraussichtlich am zweiten Maiwochenende muss die Autobahn für den Einhub der neuen Brückenträger gesperrt werden – und im Sommer noch einmal für den Rückbau der Behelfsbrücke.

Talbrücke Neckarburg hat besondere Tücken

Und direkt vor der Haustür läuft weiterhin die aufwendige Sanierung der Talbrücke Neckarburg zwischen Rottweil und Oberndorf. In einer Höhe von rund 100 Metern überm Tal wird gearbeitet, meist für den fließenden Verkehr oben gar nicht direkt sichtbar. Dieser wird während der Bauzeit in halbseitiger Verkehrsführung über die Brücke geleitet.

Die Arbeiten auf der Richtungsfahrbahn Stuttgart werden laut der „Deges“, die im Auftrag des Bundes und der Autobahn GmbH des Bundes die Instandsetzung des Brückenbauwerks koordiniert, noch bis Ende 2026 andauern, dann folgt die Instandsetzung auf der Fahrbahnseite Richtung Singen.

Wanderfalken eine Herausforderung

Dabei gibt es nicht nur technische Herausforderungen. Die Brücke liegt teilweise im Naturschutzgebiet, weshalb verschiedene artenschutzrechtlichen Fragen zu beachten sind. Sensibilität ist auch beim Umgang mit den am Brückenbauwerk brütenden Wanderfalken geboten. „Die streng geschützten Tiere brüten seit Jahrzehnten erfolgreich in einem Nistkasten an der Talbrücke und sollen auch während und nach den Bauarbeiten an der Brücke ihr Revier behalten können“, so die Deges.

Dauer von drei Jahren

Der Arbeiten haben im bereits Frühjahr 2025 begonnen. Die Dauer der Instandsetzung wird voraussichtlich drei Jahre betragen. Bis dahin werden sich auf der A81 vermutlich noch weitere Baustellen auftun.