Mit dem Rathaussturm ist es für die Dornstetter Narren am „Schmotzigen“ bei weitem nicht getan. Sie stürmen einfach alles.
Da konnte ihnen auch der Regen am „Schmotzigen Donnerstag“ nichts anhaben: Die beiden Dornstetter Narrenvereinigungen – Narrenzunft und Drillerhansele – stürmten gemeinsam das Rathaus und krallten sich Bürgermeister Bernhard Haas samt seinem Rathausteam zur Schlüsselübergabe.
Schon den ganzen Tag über waren die Narrenvereinigungen gemeinsam in Dornstetten unterwegs. Die Eichenäcker-Schule und die Dreifürstensteinschule standen ebenso auf dem Besuchsprogramn wie das Bauzentrum Haisch, das Seniorenheim Aach, der katholische Kindergarten, die Volksbank und die Kreissparkasse, bevor als Höhepunkt der Sturm auf das Rathaus folgte.
Schnogaklopfer, Pestbutzen und Kräutergreteln von der Narrenzunft sowie Drillerhansele, Fuchslochweible und Schurkenfänger holten die Rathaus-Mitarbeiter von den Schreibtischen. Wegen des starken Regens wurde das schon zur Tradition gewordene Spiel – diesmal „4 gewinnt“ – kurzerhand ins Trockene in den Bürgersaal verlegt. Spieler waren Narrenzunftvorsitzende Melanie Kirgis und Bürgermeister Bernhard Haas. Narren und Rathausmitarbeiter wurden als Steine auf bereitstehende Stühle gesetzt.
Mit 2:0 holten sich die Narren am Ende den Sieg – und damit den Rathausschlüssel. Bürgermeister Bernhard Haas übergab diesen symbolisch an die beiden Zunftmeister Melanie Kirgis von der Narrenzunft und Benjamin Stahl von den Drillerhansele – und damit die Macht für die Hochphase der Fasnet. Zwischendurch hatten außerdem die Kinder beider Narrenvereinigungen unter der Leitung von Nora Stahl und Kim-Jara Rösch mit einem Tanz begeistert.
Gang durchs Städtle am Abend
Nach dem Rathaussturm war es für die Narren aber noch lange nicht vorbei. Erstmals gab es abends noch einen Gang durch das Städtle. Nach einem Klopfer im Bürgersaal führte der Laufplan zur „Brunnenstube“ für ein Gruppenfoto. Von dort ging es in einer Polonaise zum „Wohnzimmer“ mit anschließendem Freestyle-Tanz auf dem Marktplatz. Danach zogen die Narren wieder die Hauptstraße hinauf ins „Bürgerstüble“. Beim Zwischenstopp auf dem Französischen Platz wurde eine Pyramide gebildet. Zum Abschluss ging es gemeinsam über die „Rose“ zum Ausklang des Abends „Hexle“ mit Limbo.
Musikalisch umrahmte die Narrenkapelle den ganzen Tag mit närrischen Klängen. „Von neun bis neun – zwölf Stunden Narrenkapell in Aktion – heute haben wir einen absoluten Marathon“, verkündete Kapellmeister Roman Günther.