Die Polizei hat am Karfreitag rund 90 Fahrzeuge kontrolliert. Beamte filmten einen Ferrari, der mit mehr als 70 Stundenkilometern zu viel unterwegs war.
Anlässlich mehrerer Zusammenkünfte im Bereich der Tuning-Szene am Karfreitag hat das Polizeipräsidium Offenburg in seinem Zuständigkeitsbereich verstärkt und gezielt aufgemotzte und hochmotorisierte Autos kontrolliert. Die Tuning-Szene feiert den Tag als „Carfreitag“ als einen Höhepunkt des Jahres und nutzt ihn häufig für ein regelrechtes Schaulaufen.
So fand in Offenburg auf einem Firmengelände im Bereich der Messe ein in den sozialen Medien angekündigtes, überregionales Szenetreffen statt. „Zu Beginn der gut besuchten Veranstaltung wurde mit dem Veranstalter Kontakt aufgenommen und während der Veranstaltung im Umfeld offensiv Präsenz gezeigt“, teilt die Polizei mit. Auch bei einem am späteren Nachmittag auf einem Parkplatz in der Heinrich-Hertz-Straße in Offenburg stattfindenden Treffen wurde Kontakt aufgenommen.
Beamte untersagten die Weiterfahrt in elf Fällen
Bei insgesamt 91 kontrollierten Fahrzeugen und 131 kontrollierten Menschen im Landkreis Rastatt, dem Stadtkreis Baden-Baden und dem Ortenaukreis ergaben sich erwartungsgemäß einige Beanstandungen. So mussten insgesamt 17 Verstöße im Bereich Tuning/Posing geahndet werden, wovon sich zwei davon auf unnötige Lärm- beziehungsweise Abgasbelästigung und zwölf auf technische Veränderungen und Manipulationen bezogen. Elf mal musste die Weiterfahrt untersagt, beziehungsweise zwei Fahrzeuge für eine nachfolgende TÜV-Vorführung sichergestellt, werden.
Beamte in einem zivilen Videofahrzeug filmten unter anderem ein Ferrari, der auf der B 3 von Offenburg nach Lahr die zulässige Höchstgeschwindigkeit um circa 70 Stundenkilometer überschritt. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Stadtgebiet Offenburg um etwa 25 Stundenkilometer und missachtete zudem eine rote Ampel. „Insgesamt kann jedoch bilanziert werden, dass sich die Mehrheit der Teilnehmenden und Besucher der beiden Veranstaltungen an die geltenden Verkehrsregeln hielt“, so das Fazit der Polizei.
Weiterhin wurden sechs Ordnungswidrigkeiten, zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bei Heranwachsenden, vier Mal Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie zwei Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz geahndet, die jedoch nicht im direkten Zusammenhang mit den Veranstaltungen am Karfreitag standen. „Nicht zuletzt wurden zahlreiche Gespräche geführt, Fragen beantwortet und die polizeilichen Maßnahmen erklärt“, so die Polizei.