Die Grundschule Altdorf hat eine neue Rektorin: Die 48-jährige Kim Funke tritt in die Nachfolge von Monika Winterhalder und wurde nun in ihr Amt eingeführt.
„Neben der täglichen Arbeit mit den Kolleginnen und Kindern reizt mich insbesondere der Aufbau der Ganztagsschule in Altdorf. Auch übernehme ich gerne Leitungsfunktionen und Organisationsaufgaben“, so Kim Funke zu ihrer Motivation, die Leitung der Altdorfer Schule zu übernehmen. Angetreten hat sie ihren Dienst bereits seit Beginn des neuen Schuljahres, nun wurde sie im Rahmen einer Einführungsfeier im Mehrzweckraum der Münchgrundhalle von Schulrätin Barbara Bundschuh offiziell ins Amt eingeführt.
Diese sei gemeinsam mit Vorgängerin Monika Winterhalder eine Triebfeder für Funkes Entscheidung gewesen. „Beide haben mich ermuntert und motiviert. Für mich ist aufgrund der Struktur dieser überschaubaren Schule und dem sehr guten Kontakt der Schule zum Schulträger eigentlich nur Altdorf in Frage gekommen“, so die neue Chefin der Grundschule. Als Besonderheit stellte Bundschuh den beruflichen Werdegang von Funke heraus: „Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester hat sie in Herbolzheim und danach bis 2017 in Emmendingen in diesem Beruf gearbeitet, parallel aber schon 2011 das Lehramtsstudium aufgenommen und mit dem zweiten Staatsexamen beim Schulzentrum in Freiamt abgeschlossen.“ Ab 2019 war die dreifache Mutter nach ihrer Elternzeit bei der Grundschule Münchweier tätig und hat diese auch 2022/23 kommissarisch geleitet.
Richtlinien bringen die Stadt an ihre Grenzen
Die Lehrerschaft in Münchweier lässt ihre Kollegin nur schweren Herzens, aber dennoch mit den besten Wünschen gehen. Nadja Haller, Esther Käufer und Sarah Kiefer betonten die empathische Art ihrer Ex-Kollegin: „Du hattest ein großes Herz für alle und wirst uns fehlen“, so das Münchweierer Lehrertrio unisono.
Bürgermeister Bruno Metz unterstrich den hohen Stellenwert, den die Schulpolitik in Ettenheim genieße. Er betonte aber auch, dass die Forderungen des Gesetzgeber an das Schulwesen die finanziellen Möglichkeiten der Kommune an ihre Grenzen bringe. „Ettenheim steht dennoch zu ihren kleineren Schulen in den Ortsteilen. Hier bestehen beste Voraussetzungen, um dörfliches Leben mitzugestalten“, so der Rathauschef. In Sachen Einrichtung der Ganztagsschule bat Metz um Nachsicht. Nach der kürzlich abgeschlossenen Schulhaussanierung braucht jetzt der zur Einrichtung der Ganztagsschule erforderliche Schulumbau erneut das Verständnis der Schulverantwortlichen. Metz sieht die momentane Containerunterbringung zur Gewährleistung des Ganztagsbetriebes auf dem oberen Schulparkplatz als notwendiges Übel. „Dieses sollte spätestes nach zwei Jahren behoben sein“, so Metz.
Ehemalige Kollegen sprechen ein Lob aus
Aufgrund ihrer Erfahrung als langjährige Vorsitzende des Schulfördervereins sprach Ortsvorsteherin Manuela Steigert dem Schulbetrieb in Altdorf eine sehr hohe sozialen Kompetenz zu. Sie dankte der 48-Jährigen für ihre Bereitschaft, ihr hohes fachliches und soziales Engagement in Altdorf einzubringen. Hier sieht sich die Ortsvorsteherin im Bunde mit Stabhalter Heinz Ketterer (Ettenheimweiler) und der neuen Vorsitzenden des Schulfördervereins Anne Osner, die die neue Schulleiterin ebenfalls willkommen hießen.
Schüler bereiten emotionales Stück vor
Offensichtlich hat Funke mit ihrem 17-köpfigen Kollegium bereits eine harmonische kameradschaftliche Bande geschaffen. Mit herzlichen Worten bestätigen die Kolleginnen die gegenseitige Wertschätzung. Ihr mit „gute Wünschekärtchen“ geschmücktes Baumgeschenk wird Platz im heimischen Garten von Funke in Teningen-Heimbach finden. Eine gute Pflege ist dem Bäumchen sicher. Die Gartenarbeit gehöre nämlich neben dem Lesen zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. Sie freue sich über die vielen Vorschusslorbeeren. „Mit meinem Engagement will ich dafür sorgen, dass alle Schüler und Lehrkräfte täglich mit Freude das Schulgebäude betreten“, versicherte Funke zum Schluss ihrer Dankesworte.
Gesanglich wurde die kleine Feierstunde von den Drittklässlern unter der musikalischen Leitung von Mareike Dold mit dem Liedstück „Gemeinsam stark“ eröffnet. Begrüßende Worte sprach auch Lehrerin Silke Höfling und attestierte der neuen Grundschulleiterin schon nach kurzer Zeit des Wirkens an der Altdorfer Einrichtung „herzliche und offene Charakterzüge“.