Das Hauptorchester der Stadtmusik präsentiert sich als beeindruckender Klangkörper. Foto: Richard Schuster

Das Festkonzert der Stadtmusik lockte in der Adventszeit zahlreiche Besucher in die Stadthalle und beeindruckte mit einer großen musikalischen Vielfalt.

Bei Musikliebhabern seit eh und je fest im Terminkalender eingeplant ist das stets in der Adventszeit stattfindende traditionelle Festkonzert der Stadtmusik.

 

Nicht ohne Grund: Neben bekanntermaßen ausgezeichnet dargebotener konzertanter Blasmusik auf hohem Niveau wird dem Besucher beim Konzert in der Stadthalle gern auch ein Blick über den „Tellerrand“ der Blasmusik hinaus ermöglicht – man könnte es als „Blasmusik und mehr“ umschreiben. So auch in diesem Jahr.

Das sehr gut besuchte Festkonzert hatte drei Teile, jeweils getrennt durch eine kleine Umbaupause. Zunächst hatten die im Programm als „Youngstars“ der Stadtmusik sowie der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen angekündigten jungen Musiker unter Leitung von Slawomir Moleta die Bühne für sich. Als Einstieg spielten sie Georg Friedrich Händels „Music for the Royal Fireworks“. Die schwedische Band Europe hatte seinerzeit mit „Final Countdown“ einen Riesenhit. Das Stück mit dem extrem hohen Wiedererkennungswert wurde vom Nachwuchs so überzeugend vorgetragen, dass nach kräftigem Applaus des Publikums eine Zugabe fällig war.

Ansager Walter Gentner fiel es nach diesem gelungenen Vortrag leicht, für die musikalische Jugendarbeit zu werben: „Eltern, schickt eure Kinder zur Stadtmusik!“ Mit der Einladung der Chorgemeinschaft Tuttlingen landeten die Organisatoren einen Volltreffer.

Erfrischend modern

Zwei der insgesamt drei Chöre der Gemeinschaft waren beim Festkonzert zu hören. „Cantutti“, dem Namen nach also der Gesamtchor, eroberte sich die Herzen der begeisterten Zuhörer im Eiltempo. Was die Sänger unter Leitung von Uli Groß boten und wie sie ihre Titel präsentierten, war erfrischend modern – mal schwungvoll, mal berührend – aber stets ausdrucksstark. Der Chor zeigte zudem eine tolle Bühnenpräsenz mit phantastischen Solistinnen.

„Courage to Change“ von der australischen Sängerin Sia wurde ebenso gefühlvoll vorgetragen wie „The Rose“, bekanntgeworden durch Bette Midler. Bei Adel Tawils „Menschenkinder“ klatschte der Saal mit. Als Zugabe zelebrierten die Tuttlinger José Felicianos „Feliz Navidad“.

Hohe musikalische Qualität

In der Pause gab es Lose für die gut bestückte Tombola zu kaufen. „Wireless“ nennt sich die junge Gesangstruppe der Chorgemeinschaft. Mit Gitarrenbegleitung überbrückten die Sängerinnen gekonnt die Pause.

Das Hauptorchester unter Leitung von Slawomir Moleta hatte auch für das Festkonzert 2025 wieder anspruchsvolle und begeisternde Stücke eingeübt. „Der Barbier von Sevilla“, Gioachino Rossinis weltberühmte Oper, erklang als erstes Werk.

Die dargebotene Interpretation der Filmmusik zu „Batman“, komponiert von Prince, bewies einmal mehr, welche hohe musikalische Qualität die Stadtmusik auf die Bühne bringt. Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft präsentierten die Musiker schließlich noch Filmmusik von Ennio Morricone. Die Besucher waren restlos begeistert und der Schlussapplaus dementsprechend langanhaltend.