Unser Autor lässt in einem „Lahresrückblick“ das Jahr 2025 aus lokaler Perspektive Revue passieren.
Noch elf Tage, dann ist 2025 schon wieder vorbei. Fragen Sie sich, liebe Leser, auch manchmal, wo die Zeit hin ist? Gefühlt war gerade noch Fasent und Bundestagswahl, lagen wir noch entspannt im Terrassenbad oder schlenderten über die Chrysanthema. Und nun schon heißt es allerorts „Guten Rutsch“, falls man sich bis Silvester nicht mehr sieht.
Zum guten Ton gehört in dieser Zeit auch, das zu Ende gehende Jahr Revue passieren lassen. Kommen Sie also mit auf ein lokales Fazit von 2025 – einen „Lahresrückblick“, wenn Sie das Wortspiel gestatten.
Ein bestimmendes Thema waren in den vergangenen zwölf Monaten natürlich die Finanzen – und die Frage, was sich die Stadt (nicht) leisten kann. Der Gemeinderat hat das Aus der Sport-Kita beschlossen, die Kita-Gebühren wurden erhöht, in das Gründerzentrum am Flugplatz fließt eine Millionensumme – und war da nicht noch etwas mit Kaffeemaschinen? Nicht alles wirft ein gutes Licht auf die Stadtverwaltung.
Beurteilung sollte fair ausfallen
Bei aller Kritik sollte die Beurteilung aber fair ausfallen. Es ist schon haarsträubend, wie Entscheidungen – vor allem im Netz – aus dem Kontext gerissen werden oder, noch schlimmer, Kontexte erfunden werden. Dass die Stadt Tempo-30-Bereiche einrichtet, um mit Bußgeldern den Bau des Surfparks oder einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zu finanzieren, ist beispielsweise in mehrerlei Hinsicht kompletter Unfug.
Was gab es Positives in diesem Jahr? So einiges. Thema Veranstaltungen: Die Premiere des Seeleuchtens war ein Erfolg, eine Wiederauflage ist für 2026 geplant. Die Lahr-Hocks oder der Weihnachtsmarkt haben sich etabliert. Abseits dessen macht die Energiewende große Fortschritte: Zwei neue Windräder sollen auf dem Langenhard entstehen, das Fernwärmenetz wird ausgebaut – die Baustelle bleibt uns im kommenden Jahr erhalten. Für die Innenstadt, das liebste Sorgenkind der Lahrer, gibt es Anlass zur Hoffnung. Die Ansätze der IHK-Beratung sind vielversprechend.
Ob beim Rückblick auf 2026 die Probleme oder die Lösungen überwiegen, wird die Zeit zeigen. Von Surfpark über Klinikum bis zur EA sind spannende Entwicklungen zu erwarten. Lahr ist bereit.