Ein Aussteller auf der Oberrhein-Messe versucht, die Besucher von dem Konzept einer "Kochblume" als Kunststoff-Ersatz für einen Topfdeckel zu überzeugen und zieht damit Aufmerksamkeit auf sich. Foto: Köhler

Schlemmen, shoppen und Riesenrad fahren: Noch bis 3. Oktober hat die Offenburger Oberrhein-Messe ihre Tore geöffnet. Von Nützlichem bis Kuriosem gibt es für die Besucher zahlreiche Angebote. Unsere Redaktion hat sich umgesehen.

Offenburg - Von der Salami über den Staubsauger bis zum Whirlpool und zum Traktor – an Angeboten für die Besucher mangelt es auf der Offenburger Oberrhein-Messe nicht. Am Mittwoch trotzen einige Gäste dem durchwachsenen Wetter und durchstreiften das Messegelände auf der Suche nach einem guten Angebot.

Bereits kurz nach dem Eingang versetzt eine Bilderausstellung die Besucher in eine heimatverbundene Stimmung. Tiere und Landschaftsbilder aus dem Schwarzwald sorgen dafür. Mit Motiven von Würsten, Brezeln und einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte gibt es in der Ausstellung auch einen kulinarischen Vorgeschmack auf die Messe. Wer da noch keinen Hunger hat, bekommt ihn sicher, wenn er an den Ständen vorbeigeht. Ob die klassische Rote, Steaks, Schnitzel, Crêpes, Softeis, indisches Curry, frischgebackenes Brot oder Käse – wer sich stärken möchte, wird vor allem im Außenbereich schnell fündig, so er sich denn rasch entscheiden kann.

In den Zelten selbst sind einige Biertische aufgebaut, an denen die Gäste bedient werden. Zum Teil kommt Oktoberfeststimmung auf und die Besucher klatschen mit zur Live-Musik am Akkordeon. Eine andere Option, seinen Magen bei Laune zu halten, ist es, jedes Probierhäppchen mitzunehmen, das einem angeboten wird, darunter Trauben, Olivenpesto oder ein Schluck Gin.

Aussteller versuchen ihr Bestes, um Kunden zu gewinnen

Wer nicht angesprochen werden möchte, sollte Augenkontakt vermeiden, denn die Aussteller tun ihr Bestes, um Kunden zu gewinnen. "Komm, ich mach deine Brille sauber", sagt ein Verkäufer, der seinen Glasreiniger präsentieren, zu einem selbst erklärten "Sonderpreis" unter die Leute bringen möchte und auch erst einmal nicht locker lässt, wenn man ablehnt. Ein anderer Aussteller versucht leidenschaftlich, seine "Kochblumen", Topfdeckel aus Kunststoff, die flexibel den entstehenden Dampf durchlassen, an den Mann oder die Frau zu bringen – mit Erfolg.

Entspannter geht es an den Schmuck- und Modeständen zu, an denen die Gäste ungezwungen nach schönen Stücken Ausschau halten. Einen großen Teil nehmen auch Dekorationen ein, sei es für den Innen- oder den Außenbereich. Wer etwas gekauft hat, sei es gezielt oder weil man durch die Aussteller überzeugt wurde, muss seine Fänge nicht über das ganze Messegelände mit sich herumtragen. Es gibt Schließfächer, in denen man die Einkaufstüten verwahren oder auch seine mitgebrachte Jacke verstauen kann.

Überschlag-Simulator ist einer der Höhepunkte

Etwas Ruhe vor dem Trubel finden die Besucher der Messe im Tierzelt, wo Schafe und Ziegen darauf warten, gestreichelt zu werden. Außerdem gibt es Pferde und Schottische Hochlandrinder zu betrachten. Ebenfalls weniger Betrieb ist beim Riesenrad. Dieses dreht mit den Gästen am Mittwoch fünf Runden und bietet von oben einen schönen Blick über das gesamte Messegelände und die Stadt Offenburg.

Auch an Aktivitäten mangelt es nicht: In einem eigenen Zelt kommen Kinder unter anderem mit einer Hüpfburg auf ihre Kosten. An anderer Stelle greifen große und kleine Spielkinder zur Fernbedienung und steuern Miniatur-Bagger und -Traktoren über ein kleines Baustellenfeld. Ein besonderes Erlebnis ist ein Überschlag-Simulator. An diesem Stand können die Besucher in ein Auto einsteigen, werden festgeschnallt und zweimal langsam auf den Kopf gedreht. Mehr ist auch nicht nötig, um zu merken, wie groß die Kräfte sind, die bei einem Überschlag entstehen können. Am Ende ist man froh, wenn man wieder mit beiden Beiden auf dem Boden steht. "Es ist bis jetzt schon einiges los bei uns", erklärt Anita Ernestine vom ADAC. Das schlechte Wetter störe zwar, doch der Automobilclub sei zufrieden mit dem Kundenzulauf an seinen drei Ständen.