Auch diesen Sommer können sich Konzertbesucher wieder auf abwechslungsreiche Unterhaltung im Kreuzgang freuen. Der Verein Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte bietet ein Programm, das vom improvisatorischen Jazz bis zur klassischen Kammermusik reicht.
Den Auftakt der diesjährigen Konzertsaison macht das Barockensemble L’Estro Armonico beim Eröffnungskonzert am Samstag, 29. Juni. Es erklingen Werke von Couperin, Telemann, Rameau und die Orchestersuite Nr. 2 in h-Moll von Johann Sebastian Bach.
Die ganze Pracht und Spielfreude vermeintlich „alter Musik“ einem modernen Publikum zugänglich zu machen – das hat sich das junge Barockensemble L’Estro Armonico zum Ziel gesetzt. Lebendige Ausdruckskraft, das Spiel mit Klangfarben und kunstvolle Ornamentik zeichnen laut dem Verein Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte die Interpretationen aus, die das Ensemble auf historischen Instrumenten zum Klingen bringt.
Die in Alpirsbach aufgewachsene Künstlerin Monika Ecker ist Mitglied seit Gründung des Ensembles. Ecker lebt und arbeitet als freischaffende Cellistin in Freiburg.
Jazz-Trio und Blechbläser
Beim zweiten Kreuzgangkonzert am Samstag, 13. Juli, kommt das Ludwigsburger Blechbläserquintett zusammen mit dem Uli-Gutscher-Trio nach Alpirsbach. 2022 traten sie bereits mit großem Erfolg im Kreuzgang auf. Ihre langjährige musikalische Freundschaft feiern sie mit ihrer aktuellen Produktion „Bach, Brass & Swing“.
Das Jazz-Trio swingt, groovt und improvisiert gemeinsam mit den fünf Blechbläsern über Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Duke Ellington, Dave Brubeck und anderen Musikgrößen. Besonders in den ruhigen Nummern wie „Air“ von Bach, im Stil von „Jacques Loussiers Play Bach“, oder „Moon over Bourbon Street“ von Sting finden sich die Ensembles im Unisono und in den Improvisationen gekonnt wieder, heißt es weiter in der Ankündigung.
Kurpfälzisches Kammerorchester gastiert
Das dritte Kreuzgangkonzert am Samstag, 27. Juli, gestalten das Kurpfälzische Kammerorchester Mannheim und der Solist Oleh Kurochkin, erster Geiger im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Seit seiner Gründung im Jahr 1952 hat sich das Kurpfälzische Kammerorchester in besonderem Maße der Wiederentdeckung und Pflege der Mannheimer Schule verpflichtet. Bis heute leistet das Orchester laut Veranstalter somit einen unverzichtbaren Beitrag, das außerordentlich reiche musikhistorische Erbe der Region weit über die Landesgrenzen hinaus lebendig zu halten.
Joseph Haydns Divertimento in A-Dur, das Violinkonzert in d-Moll für Solovioline und Streicher von Felix Mendelssohn Bartholdy werden zu Konzertbeginn gespielt, nach der Pause erklingen das Divertimento in D-Dur von Mozart und Tschaikowskis Streicherserenade in C-Dur.
Den Abschluss der Konzertreihe bildet am Samstag, 3. August, das Gastspiel von „clair obscur & Daniel Koschitzki“. Bei diesem Konzert trifft das Berliner Saxofonquartett clair obscur auf einen Echo-Klassik-Preisträger: den Blockflötisten Daniel Koschitzki.
Illumination zum Abschluss
Koschitzki dürfte vielen Zuhörern von seinen Auftritten bei den Kreuzgangkonzerten mit dem Ensemble Spark bekannt sein. Mit dem Programm „Songs for the Nightingale“ verweben die fünf Musiker beliebte Klassiker von Vivaldi, van Eyck und Mozart mit spannenden modernen Klängen wie von Gordon Jakob und Michael Nymann. Kreuzgang und Kreuzgarten werden beim Abschlusskonzert mit einer Farblichtillumination von Matthias Zizelmann in Szene gesetzt.
Konzertbeginn ist jeweils um 20 Uhr. Vor dem Konzert und in der Konzertpause findet jeweils auf dem Klosterplatz eine Bewirtung durch Schulen oder Vereine statt. Die Eintrittspreise liegen zwischen 18 und 29 Euro. Karten sind erhältlich unter www.kreuzgangkonzerte.de oder an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.