Die Straße sieht fertig aus. Auch die Serpentinen und die Plattformen für die Hochbrücke Horb sind fast fertig. Wir sagen, warum sich die Autofahrer trotzdem noch etwas gedulden müssen.
Wie weit ist die Rauschbart-Vollsperrung? Ist die Straße schon befahrbar und können die Besucher des großen Horber Stadtfestes „Unsere Stadt feiert“ am Wochenende entspannt die Bundesstraße nehmen, um zum Flößerwasen zu kommen?
Am Hang ist ein Bauarbeiter dabei, noch ein paar große Steine per Hand auszusortieren. Die Straße vom Haugenstein scheint frei und befahrbar, auch von der Gutermann-Kreuzung könnte man auf den ersten Blick eigentlich durchfahren. Lediglich zwischen dem Rauschbart-Parkplatz und dem freigeräumten Hang gegenüber müsste man kurz bremsen, um den Schotterschutz für die Baumaschinen ohne Kratzer im Unterboden zu überstehen.
Wird die Strecke zum großen Stadtfest ab Freitag, 8. September, wieder freigegeben? Irene Feilhauer, Sprecherin des Regierungspräsidiums: „Nein. Die Wiedereröffnung ist am Freitag, 13. September, geplant. Die Arbeiten waren bis Ende September 2024 vorgesehen. Die Errichtung der Baustraßen verlief planmäßig. Die abschließenden Arbeiten verlaufen schneller als gedacht, allerdings kann der Verkehr vor dem Stadtfest aus Sicherheitsgründen noch nicht freigegeben werden.“ So müsse noch ein Geröllschutz im Hangbereich vervollständigt werden.
Die RP-Sprecherin fügt noch hinzu: „Weiterhin müssen Schutzplanken und die Beschilderung wieder hergestellt, wie auch die Straßenentwässerung wieder funktionsfähig errichtet werden. Diese Arbeiten sind erforderlich, um die Verkehrssicherheit der Straße zur Freigabe gewährleisten zu können.“
Das sagen Horber Geschäftsleute und Gastronomen
Rauschbart-Wirt Michael Singer: „Das ist schade. Weil die Wettervorhersage für das große Stadtfest nur am Samstag gutes Wetter verspricht, hätte die Aufhebung bestimmt an diesen Tagen positive Impulse für den Besuch gegeben. Auch für den Rauschbart gilt: Je früher die Sperrung aufgehoben wird, desto besser. Weil es uns helfen würde, dort möglichst viele gute Tage mitzunehmen.“
City-Manager Thomas Kreidler: „Das Regierungspräsidium war immer sehr vage in einer möglichen Zusage, dass die Rauschbart-Vollsperrung zum Stadtfest aufgehoben sein könnte. Ich fahre täglich die Umleitung über die Bildechinger Steige. Das läuft relativ reibungslos, Riesen-Staus hat es dort nicht so gegeben. Ich denke, deshalb wird für den Besuch des Stadtfestes eher das Wetter entscheidend sein als die Fahrt über die Umleitung über die Bildechinger Steige.“
Reinhold Kuch, Besitzer des Campingplatz Schüttehof in Horb: „Je früher die Sperrung aufgehoben wird, desto besser für alle in Horb. Die meisten unserer Gäste kommen über die Autobahn. Die mussten dann durch Rexingen – nicht angenehm auch für die Bewohner. Einige hat die Navigation sogar über Feldwege geführt. Obwohl diese teilweise nur für 1,5 Tonnen ausgelegt sind. Ich habe schon gedacht: Oha. Aber bisher ging alles gut.“
Wenigstens Gäubahn-Pendler können auf freie Fahrt zum Stadtfest hoffen
Das große Stadtfest. Wenigstens für Bahnpendler auf der Gäubahn gibt es Hoffnung. Bisher gibt es zwischen Horb und Stuttgart teilweise bösen Schienenersatzverkehr. Teilweise dauert die Fahrt 126 Minuten (regulär 55 bis 60). Oder man darf noch mit zwei Stadtbahnen bis nach Stuttgart-Vaihingen zum Umstieg in den Regionalexpress. Diese Baustelle soll am Freitag, 6. September, enden. Hoffentlich...