Die Volleyballer des MTV Ludwigsburg haben die Lizenz für die erste Liga erhalten. Bei den Frauen gilt Allianz MTV Stuttgart als einer von wenigen besonders stabilen Clubs.
Gejubelt wurde bei den Barock Volleys zunächst über eine sportlich starke Saison – die auf Platz drei in der zweiten Volleyball-Bundesliga endete. Nun, einige Wochen später, freut man sich in Ludwigsburg noch viel mehr – über den Sprung in die erste Liga. „Dieser Aufstieg“, sagt der Mannschaftskapitän Ben-Simon Bonin, „ist ein ganz besonderer Moment für uns alle – ich bin dankbar, dass ich ihn miterleben und mitgestalten darf.“
Dass der Gang nach oben erst lange nach dem Saisonende feststeht, hat mehrere Gründe. Zum einen ergab sich die Möglichkeit, als Dritter aufzusteigen, durch den Verzicht der beiden Teams, die in der Südstaffel vor dem MTV Ludwigsburg platziert waren. Dann war es an den Barock Volleys, sich zu entscheiden, einen Lizenzantrag fürs Oberhaus zu stellen. Das geschah Anfang Mai. Und nun hat die Volleyball-Bundesliga (VBL) die erste Runde ihres wirtschaftlichen Prüfverfahrens abgeschlossen. Mit positiven Nachrichten für den MTV.
„Wir sind glücklich, endlich grünes Licht von der VBL zu haben“, sagt Michael Bonin, der künftig die Position des Geschäftsführers der Ludwigsburger Bundesliga-GmbH übernehmen wird. Der MTV ist in der neuen Saison demnach eines von 15 Teams, die im Oberhaus antreten werden.
„Alle Bewerber haben ihre Unterlagen und Nachweise fristgerecht eingereicht“, heißt es in einer Mitteilung der VBL zum Lizenzierungsverfahren der Bundesligen der Männer und Frauen. Einzelne Vereine hätten „Auflagen und Bedingungen erhalten, die sie in den kommenden Wochen erfüllen müssen, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vollständig nachzuweisen“. Eine zweite Lizenzierungsrunde wird im September abgeschlossen sein, bis dahin sind von den Clubs weitere Nachweise zu erbringen. Besonders die Aufsteiger werde man von Seiten des Dachverbands „eng begleiten“.
Zwei davon gibt es bei den Männern, drei gar bei den Frauen – unter anderem die Binder Blaubären Flacht. Die Bundesliga der Frauen war in der vergangenen Saison mit lediglich neun Vereinen bestückt, künftig sind es zwölf.
Darunter ist auch Allianz MTV Stuttgart, der zu insgesamt acht Erstligavereinen bei Männern und Frauen gehört, die in den Genuss eines gestrafften Lizenzierungsverfahrens kamen – und auch keine Auflagen und Bedingungen erfüllen müssen. Dieses schlankere Verfahren gilt laut VBL für Clubs, die „seit mehreren Jahren wirtschaftlich sehr stabil aufgestellt sind“. Kenngrößen hierfür seien „das bilanzielle Eigenkapital, die Jahresergebnisse der Vorjahre und die Betriebsleistung“.