Der TV Villingen schaffte, was nach zwei Sätzen aussichtslos schien: Gegen die DJK Schwäbisch Gmünd drehte der Regionalliga-Vierte die Heimpartie nach einem 0:2-Satzrückstand zum Sieg im Tie-Break. Dafür waren vor allem zwei Punkte beim Villinger Team ausschlaggebend. Zum einen die mentale Stärke – zum anderen die athletischen Pluspunkte. Da sind zum einen natürlich die Vorteile großer Spielerinnen, aber vor allem die Fitness der Mannschaft war ausschlaggebend für den geholten Zusatzpunkt. Dafür verantwortlich ist Athletiktrainerin Grit Müller, die aber vor allem die Mannschaft lobte: "Nach zwei Stunden hartem Training machen sie noch einmal eine halbe Stunde Athletiktraining. Alle sind immer voll dabei." In diesen Zusatzeinheiten gehe es vor allem darum, die Reaktionsschnelligkeit zu steigern. Aber auch Übungen zur Schnellkraft und Koordination stehen auf dem Programm, damit die Mannschaft topfit in die Regionalligapartien gehen kann. Doch man darf auch nicht unterschlagen, dass Coach Sven Johansson am Samstag einen breiteren Kader zur Verfügung hatte als Schwäbisch Gmünd. Und die "Jungen Wilden" machten ihre Sache richtig gut, bekamen von Mannschaftsführerin Michelle Feuerstein ein Sonderlob: "Das mache ich normalerweise nicht, aber heute muss ich Jule (Gaisser, Anm. d. Red.) und Lisa (Grünwald) loben, die das dann Weltklasse gemacht haben." Wohl dem, der solch eine Bank hat, dachte sich da Hannes Bosch, der Coach der Gäste, die mit einigen Personalsorgen zu kämpfen hatten. Das kann die starke Leistung der Schwarzwälderinnen aber nicht schmälern, denn nach zwei verlorenen Sätzen nicht aufzugeben und sich so ins Spiel zurückzukämpfen, erfordert mentale Stärke. Vor allem, wenn man nach klar verlorenem ersten Satz im zweiten dann mit dem Minimalabstand von nur zwei Punkten verliert und ganz knapp am Satzerfolg vorbeischrammt. Doch statt aufzustecken, gaben die Villinger Mädels alles und ließen den Trainerstab kollektiv den Hut ziehen.