Zehntes Spiel, zehnter 3:0-Sieg: Die Stuttgarter Volleyballerinnen schlagen im Pokal-Halbfinale auch den Meister SSC Schwerin deutlich – dank einer superstarken Leistung.
Bereits nach dem zweiten Satz wurde die Mannschaft gefeiert, als hätte sie schon gewonnen – weil unter den 2000 Zuschauern in der Scharrena kaum noch jemand Zweifel am Sieg hatte. Nachdem der Einzug ins Endspiel des Pokalwettbewerbs dann perfekt war, kannte der Jubel keine Grenzen mehr: Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart bezwangen den SSC Palmberg Schwerin mit 3:0 (25:15, 25:16, 25:19) und bauten ihre außergewöhnliche Siegesserie aus. „Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft“, meinte die strahlende Kapitänin Antonia Stautz nach dem bisher wichtigsten Spiel der Saison, „jetzt wollen wir auch den Titel gewinnen.“
Konstantin Bitter war ebenfalls extrem zufrieden. „Wir haben sehr, sehr viel richtig gemacht“, sagte der MTV-Trainer, der die Leistung seines gesamten Teams lobte, Pauline Martin aber hervorhob: „Es war ihr stärkster Auftritt in dieser Saison.“ Die Diagonalangreiferin, die als beste Akteurin des Halbfinales ausgezeichnet wurde, führte ihr Team zum zehnten Sieg im zehnten Spiel (Bundesliga und Pokal), auch gegen den amtierenden Meister aus Schwerin blieben die Stuttgarterinnen dabei ohne Satzverlust. „Natürlich sind wir nach dieser Niederlage enttäuscht“, erklärte SSC-Trainer Felix Koslowski, „allerdings müssen wir auch akzeptieren, dass wir gegen einen Gegner verloren haben, der derzeit deutlich besser ist als wir.“
Auch Lucia Varela Gomez überragt
Im ersten Durchgang zeigte der Bundesliga-Spitzenreiter, dass er auch mit schwierigen Situationen umgehen kann. Nach dem 7:9-Rückstand funktionierte die Blockarbeit nahezu perfekt, vor allem an der 1,98 Meter großen Lucia Varela Gomez scheiterten die Gäste immer wieder. Der MTV setzte sich auf 16:11 ab, ließ den Gegner noch einmal auf 16:14 herankommen, machte dann aber sieben Punkte in Serie und sicherte sich den ersten Satz mit 25:15. Ähnlich verlief der zweite Durchgang. Zunächst hielten die Gäste bis zum 9:8 mit, doch nach dem 17:14 folgten weitere sechs Punkte für die Stuttgarterinnen, die danach 2:0 in Führung gingen.
Im dritten Satz lag das MTV-Team mit 7:8 hinten – es war die letzte Führung der Gäste. Der Block funktionierte weiterhin, auch am Aufschlag, der Annahme und der Feldabwehr gab es wenig auszusetzen. Am Ende stand ein souveränes 25:19 – und ein positives Fazit des Coachs. „Wir waren in allen Elementen besser als Schwerin“, meinte Konstantin Bitter, „und wir hatten auch den nötigen Biss, um die langen Ballwechsel zu gewinnen. Das war richtig gut!“
Der Gegner im Pokalfinale, das am 28. Februar letztmals in der Mannheimer SAP-Arena stattfindet, wird an diesem Mittwoch (19 Uhr) ermittelt: Der VfB Suhl trifft auf den Titelverteidiger Dresdner SC.