Wenn bei Eingriffen in die Natur keine direkte Maßnahme erfolgt, können Ökopunkte erworben werden. Davon könnte Neubulach künftig profitieren.
Das Ökokonto der Stadt Neubulach ist mit knapp 950 000 Punkten prall gefüllt. Und jetzt gilt auch ein einheitlicher Verkaufspreis: In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss der Rat einstimmig, den einzelnen Punkt nicht unter einem Euro zu veräußern.
Für die Region Nordschwarzwald liege der mögliche Marktpreis zwischen 80 Cent und einem Euro je Punkt, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Zum Hintergrund: Um Eingriffe in die Natur und Ausgleichsmaßnahmen gleich zu bewerten, hat das Land Baden-Württemberg eine Ökokonto-Verordnung festgesetzt. Diese regelt unter anderem die Möglichkeit, Ökopunkte zu kaufen und für eigene Eingriffsmaßnahmen in die Natur als Ausgleich zu verwenden oder sie zu verkaufen.
Ziel bleibt: Den Ausgleich direkt erbringen
Der Handel mit Ökopunkten sei völlig normal geworden, sagt Bürgermeisterin Petra Schupp. Doch auf dem Ökokonto der Stadt seit 16 Jahre lang nichts passiert. Für Schupp ist das ein „gutes Zeichen“, denn bei Eingriffsmaßnahmen habe die Stadt den Ausgleich demnach direkt erbringen können und damit also der Natur vor Ort etwas Gutes getan.
Die Anregung, den Verkaufspreis je Punkt nicht auf – wie von der Verwaltung vorgeschlagen – einen Euro festzusetzen, kam von Stadtrat Andreas Blaurock, „damit wir mehr Spielraum haben“.