Mit einem abwechslungsreichen Programm füllten „Harmonic Brass“ zum Adventskonzert die Festhalle in Pfalzgrafenweiler. Auch das kulturelle Programm für 2026 steht bereits.
Die Veranstalter von „Kultur vor Ort“ haben mit dem Engagement von „Harmonic Brass“ offenbar ins Schwarze getroffen: Die alte Festhalle war mit knapp 200 Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt.
Sogar aus Ludwigsburg und Heidelberg waren Musikfreunde gekommen, um den Abend in weihnachtlicher Stimmung zu genießen. Und das mit „ weltklasse Musikern“, versprach die Vorsitzende Susanne Kolenko vom Verein bei der Begrüßung.
Die „Weltklasse“ von Harmonic Brass zeigte sich auch daran, dass das fünfköpfige Ensemble nur zwei Tage nach dem Konzert in Pfalzgrafenweiler beispielsweise in der Frauenkirche in Dresden konzertierte. Die Musiker selbst versprachen eine „festliche Atmosphäre, brillante Klangkultur und eine kunstvolle Bearbeitung der Weihnachtsliteratur“ – und sie hielten Wort.
Von Händel bis zu Vivaldi
Die humorvolle Moderation – ein Markenzeichen von Harmonic Brass – übernahm Hornist Andreas Binder, der gemeinsam mit Chefarrangeur Hans Zellner und Elisabeth Fessler (beide Trompete) sowie Karl-Wilhelm Hultsch (Tuba) und Alexander Steixner (Posaune) ein musikalisches Spektrum abdeckte, das Freude machte und Vorweihnachtsstress vergessen ließ.
Klassische Musik, adventliche Choräle und weltbekannte Weihnachtsmusik luden zum genießen ein. Feierlich eröffnet wurde der Abend mit Händels berühmtem „Joy to the World“ , das den Advent festlich erklingen ließ. Die beiden „Trompetenengel“ im Ensemble erfreuten das Publikum anschließend mit drei temperamentvollen Sätzen aus Vivaldis „Concerto in C-Dur“, bevor mit Johann Sebastian Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ einer der schönsten Choräle dieses außergewöhnlichen Komponisten zelebriert wurde.
Auftritte immer humorvoll
Bach wurde danach mit drei Sätzen aus dem „Magnificat“ ein zweites Mal gewürdigt. Das Magnificat gehört heute zu den beliebtesten kirchenmusikalischen Kompositionen des Barock und ist häufig Bestandteil von Konzerten in der Vorweihnachtszeit.
Weitere Glanzpunkte vor der Pause waren die witzig dargebotene Suite aus „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck und das einzigartige Halleluja aus Händels „Messias“, das triumphierend in die Pause geleitete.
Der zweite Teil des Abends wurde beschwingt mit Leroy Andersons „A Christmas Festival“ eröffnet. Glanzvolle Bläserpassagen und schnelle Übergänge verbreiteten unweigerlich gute Laune, bevor mit dem Klassiker „Es ist ein Ros entsprungen“ von Michael Prätorius eines der berühmtesten und berührendsten Weihnachtslieder gespielt wurde.
Vielseitige Fertigkeiten
Die große Vielseitigkeit der Band spiegelte sich auch im swingenden „Let it snow“, Piazzollas „Winter in der Hafenstadt“ oder der Winternacht von Frederick Delius wider.
Nach dem Arrangement „It‘s Christmas Time“, mit teilweise auch jazzig gespieltem Weihnachtsrepertoire, wurde das Ensemble mit stehenden Ovationen zu zwei Zugaben motiviert. Beschwingter als mit Andersons „Sleigh Ride“, bei dem Hans Zellner sogar die „Peitsche“ schwang, konnte der Abend gar nicht enden.
Programm für 2026
Das neue Programm 2026 von „Kultur vor Ort“ wurde an diesem Abend erstmals präsentiert. Am 14. März spielen Jürgen Hörig und Benny Eisel, am 9. Mai folgen die Tiny Wings, am 26. September die „Dicken Fische“ und am 21. November „Piano Vocal“. Erstmals besteht die Möglichkeit eines Abonnements mit verbilligtem Eintritt. Wer alle vier Veranstaltungen besucht, bezahlt nur 70 anstatt 80 Euro.
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